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Gemeinderat: Großprojekte werfen Schatten voraus

Gemeinderat

Großprojekte werfen Schatten voraus

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    Dieses Foto vermittelt einen Eindruck davon, wie der Spielplatz in Sand künftig aussehen wird.
    Dieses Foto vermittelt einen Eindruck davon, wie der Spielplatz in Sand künftig aussehen wird. Foto: Johann Eibl

    Todtenweis „Wir brauchen uns keine Sorgen zu machen, dass es zu Problemen kommen könnte.“ Mit diesen Worten beschrieb Kämmerin Sabine Funk am Mittwochabend dem Todtenweiser Gemeinderat die finanzielle Lage. Nach ausführlicher Beratung wurde der Haushalt für das Jahr 2012 einstimmig als Satzung beschlossen.

    Ende 2011 betrug der Schuldenstand 22112 Euro, 2012 wird es voraussichtlich zu einer Kreditaufnahme von 391500 Euro kommen. In ihrem Bericht schrieb Sabine Funk dazu: „Damit verringert sich der finanzielle Spielraum der Gemeinde, jedoch wird wertvolles Eigenkapital geschaffen.“

    5000 Euro muss die Gemeinde noch ausgeben für die Buslinie Aindling–Todtenweis–Langweid, die wie berichtet eingestellt wurde. Die großen Projekte im Laufe der kommenden Jahre werfen ihre Schatten voraus. So hat Todtenweis Verpflichtungsermächtigungen über einen Gesamtbetrag von 1,43 Millionen Euro abgegeben. Für 2013 sind 400000 Euro für das neue Feuerwehrhaus vorgesehen, 350000 Euro für das Baugebiet „Am Kindergarten“ und 400000 Euro für einen neuen Brunnen. Im Jahr 2014 kalkuliert man mit 180000 Euro für das Feuerwehrhaus und 100000 Euro für den Brunnen.

    Dass der Spielplatz in Sand hergerichtet werden muss, das wurde wiederholt betont. Doch als ein Foto zu sehen war von einer anderen Anlage, die ähnlich aussieht, erhob sich zum Teil heftiger Widerspruch. Am Ende verständigte man sich doch noch mit einer denkbar knappen Mehrheit von 7:6 Stimmen. Außerdem wird ein Schiff gekauft, das den Kleinen zum Spielen dienen wird. Hier stimmte die komplette Runde dafür. Die Firma Durach hat zugesagt, das Vorhaben mit einer Spende von 3000 Euro zu unterstützen.

    Bürgermeister Thomas Riß hatte von zwei Treffen berichtet, an denen Eltern beteiligt waren, die auch Eigenleistung erbringen wollen. Franz Leopold sprach nicht als einziger von einem „Zwinger“. Ludwig Grammer war ebenfalls negativ überrascht: „Das zerschlägt den ganzen Platz. Einen Käfig da unten neizubauen, das ist unmöglich.“ Riß gab zu bedenken, dass hier mehrere Altersgruppen spielen werden; also müsse man die kleineren Kinder vor Bällen schützen. Hermann Schapfl aus dem Kreis der Eltern meinte, man habe auf diesem Gebiet vielleicht die letzten zehn Jahre was versäumt: „Wenn ich den Jungen was bieten will, dann muss man etwas tiefer in die Tasche greifen.“ Der Bolzplatz sollte zu einem echten Treffpunkt werden.

    Konrad Carl konnte sich mit den Vorschlägen nicht anfreunden: „Das ist mehr eine Soccerarena. Ich finde es katastrophal mitten in der Wohnbebauung.“ Viel zu wuchtig erschien Petra Wackerl die Anlage: „Der Platz wird relativ unattraktiv gestaltet.“ Ulrich Siegmund blickte auf die Besucher der Sitzung: „Es ist eine Vielzahl von Bürgern, die bereit sind, sich um was zu kümmern. Wir haben die Finanzkraft in der Gemeinde, um so was zu stemmen.“ Nun wird ein drei Meter hoher Ballfangzaun an drei Seiten des Platzes von der Firma Schmidt in Todtenweis errichtet. Sie kalkuliert mit knapp 13000 Euro plus Steuer. Darin enthalten sind zwei Tore für ein Kleinspielfeld. Das Schiff wird 18000 Euro kosten.

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