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Neue alte Totenbretter

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Neue alte Totenbretter

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    Initiator Gerhard Grimm (links) bedankte sich bei allen fleißigen Helfern und beim Pfarrer Stefan Gast.
    Initiator Gerhard Grimm (links) bedankte sich bei allen fleißigen Helfern und beim Pfarrer Stefan Gast. Foto: Mika

    Hollenbach Es ist fast genau zwei Jahren her, als die Hollenbacher die Segnung eines restaurierten Feldkreuzes an der 140 Jahre alten Kapelle auf der Sedlmeier-Breiten feierten. Auf der wunderschönen Anhöhe im Hollenbacher Süden erinnern jetzt auch noch drei Totenbretter an einen früheren Brauch.

    Die Totenbretter hatten ursprünglich den idyllischen, von Feldern, Wiesen und Wald umgebenen Kapellenstandort geziert. Sie waren im Laufe der Zeit witterungsbedingt vermodert und wurden deshalb irgendwann wieder entfernt. Hollenbachs Heimat- und Kulturexperte Gerhard Grimm hat die Leichenbretter, auf denen in früherer Zeit Tote bis zum Begräbnis aufgebahrt und die anschließend zur Erinnerung an den Verstorbenen am Wegrand aufgestellt wurden, ausfindig gemacht. Er ließ sie originalgetreu nachfertigen.

    Seit Sonntag stehen die Bretter nun sauber aufgereiht wieder direkt neben der Kapelle. Sie sollen Besucher und vorbeikommende Wanderer an das einstige Brauchtum erinnern. Pfarrer Stefan Gast betonte bei einer kleinen Feierstunde: „Es sind Gedenkbretter und Mahnmale und sollen daran erinnern, dass wie alle einmal die uns geschenkte und anvertraute Erde verlassen müssen.“ Anschließend segnete er die drei Totenbretter. Etwa 130 Anwesende, darunter viele Erstkommunionkinder, wohnten der Zeremonie unter musikalischer Begleitung der Hollenbacher Musikgruppe Amici bei.

    Neben der vor einigen Jahren restaurierten und der heiligen Maria geweihten Kapelle laden nunmehr auch die Totenbretter durch ihre aufwendigen Schnitzereien und farbigen Bemalungen sowie durch ihre Erinnerungs- und Gebetsschriften zum kurzen Verweilen und Innehalten ein.

    Initiator Gerhard Grimm nahm die Gelegenheit war, um ein Vergelt’s Gott loszuwerden an alle, die Hand angelegt und ihr handwerkliches Geschick eingebracht hatten, aber auch an die fleißigen Frauen für das reichhaltige Kuchenbuffet zur Feierstunde. (mika)

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