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Aichach: Opulentes Nimmerland mit vielen Kindern

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Opulentes Nimmerland mit vielen Kindern

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    Bevor es auf die Bühne geht, steht bei den Darstellern des Aichacher Volkstheaters das Warm-Up auf dem Plan. Die Kinder und Jugendlichen sind bei der diesjährigen Inszenierung gegenüber den Erwachsenen deutlich in der Überzahl. Fotos: Peter Bauch, privat
    Bevor es auf die Bühne geht, steht bei den Darstellern des Aichacher Volkstheaters das Warm-Up auf dem Plan. Die Kinder und Jugendlichen sind bei der diesjährigen Inszenierung gegenüber den Erwachsenen deutlich in der Überzahl. Fotos: Peter Bauch, privat

    Aichach. Voll wird es auf der Bühne werden, wenn das Aichacher Volkstheater sein Stück "Peter Pan" aufführt. Regisseur Oliver Gutmann hat sich nicht nur ein opulentes Bühnenbild einfallen lassen. Er bringt auch 23 Kinder und Jugendliche von fünf bis 18 Jahren sowie zehn Erwachsene auf die Bühne der TSV-Turnhalle, um die Abenteuer von Peter Pan und seinen Freunden auf Nimmerland zu erzählen. Premiere ist am nächsten Samstag.

    Die Geschichte von dem Jungen, der nie erwachsen werden wollte, hat Oliver Gutmann auf Anhieb gefallen. Vielleicht, weil auch in ihm selbst ein Stück von Peter Pan steckt. Von der Figur habe er von Anfang an ein klares Bild gehabt, sagt Gutmann. Er gibt mit der Inszenierung sein Debüt als Regisseur und erfüllt sich damit einen lange gehegten Wunsch. "Für mich ist das der Ritterschlag, dass ich das machen darf", freut er sich. Die Begeisterung ist spürbar. Ein opulentes Bühnenbild habe er sich für Nimmerland gewünscht, erzählt Gutmann. Er gehört als Schauspieler schon seit Jahren dem Ensemble des Aichacher Volkstheaters an. "Sehr kitschig und liebevoll" werde das Kinderzimmer von Wendy gestaltet sein, sagt er.

    "Ich bin kein Minimalist", gibt der Regisseur schmunzelnd zu. Alle Wünsche hat er sich aber nicht erfüllen können. "Mein Peter Pan kann nicht fliegen", bedauert er. Das gebe die Statik des Daches einfach nicht her. Deshalb hat sich Gutmann eine andere Lösung einfallen lassen und "irgendwie kann er nun doch fliegen". Außerdem spielt Peter Pan Geige. Sein Widersacher, Captain Hook, wird gelegentlich in die Tasten eines Klaviers hauen.

    Mit Livemusik und vier Sängern werden verschiedene Szenen untermalt sein, verrät Gutmann. Die Stücke aus dem Bereich der Popmusik hat er selbst ausgesucht. Auch das Krokodil, das Captain Hook folgt, hat er selbst gebaut. Überrascht hat den Regisseur am Anfang die Disziplin, mit der die Kinder, die zum Teil noch nie Theater gespielt haben, an die Aufgabe herangingen. Etwas, das er so gar nicht gewollt hatte. Seine Idee sei es von Anfang an gewesen, die Kinder an der Inszenierung mitarbeiten zu lassen. Statt Disziplin waren eher Wildheit und verrückte Einfälle gefragt. "Was würdet ihr tun, wenn keine Eltern da wären?", fragte der Regisseur und schaffte es so, dass die Schar der Kinder und Jugendlichen aus sich heraus ging. "Das Hauptproblem war bei vielen, die Scham zu überwinden."

    Ein "Kuschelstück" sei seine Inszenierung nicht. Auch wenn der Regisseur Wert darauf legt, dass Besucher jeden Alters es ansehen können. Deshalb hat er Erich Kästners Übersetzung von James Matthew Barries Peter Pan überarbeitet. Er habe den Tod herausgenommen und dafür die Traurigkeit in den Vordergrund gestellt. "Mein Peter Pan ist von Anfang an traurig und emotionslos, weil er ja alles von sich wegschieben muss."

    Psychologisch tiefschürfend soll das Stück trotzdem nicht rüberkommen. Auch den pädagogischen Zeigefinger will der Regisseur mit seiner Inszenierung auf keinen Fall erheben. "Wenn es eine Botschaft gibt, dann die, dass man Spaß haben und auf seine Kinder aufpassen soll." Neu sind heuer die Spielzeiten. Statt am Freitagabend wird es mit Rücksicht auf die überwiegend jungen Darsteller an den Sonntagen eine Nachmittagsvorstellung geben. Statt der bisher sieben Aufführungen sind diesmal fünf geplant.

    Aufführung Die Premiere ist am Samstag, 13. November, ab 19 Uhr in der TSV-Turnhalle in Aichach. Weitere Aufführungstermine: Sonntag, 14. und 21. November, jeweils um 16 Uhr, und Samstag, 20. und 27. November, jeweils um 19 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf bei der Stadtsparkasse Aichach, im Internet unter www.aichacher-volkstheater.de sowie an der Abendkasse.

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