Petersdorf Zwei Flächen im Gemeindegebiet könnte sich Petersdorf als mögliche Standorte für Windräder vorstellen: im Nordosten von Axtbrunn und im Osten von Gebersdorf. Das beschloss der Gemeinderat am Donnerstagabend. Mit dieser Meldung an den Regionalen Planungsverband wurde die Forderung verknüpft, der Mindestabstand von insgesamt 1000 Metern zur Wohnbebauung solle ausdrücklich auch für die beiden Aussiedlerhöfe Eichner und Plöckl gelten.
Wolfgang Heißerer und Markus Ehm fehlten entschuldigt. Nur Peter Brandner votierte gegen dieses Vorhaben. Er hatte zuvor ausführlich seine Bedenken dargelegt: „Ich rate zur Zurückhaltung.“ Dreimal habe man in den vergangenen Jahren Anträge zu Photovoltaikanlagen auf freien Flächen abgelehnt. Die Bewerber würden sich nun ungerecht behandelt fühlen: „Momentan ist noch vieles unkoordiniert. Wenn man eine Fläche vorsieht, sollte man die Bürger fragen.“
Mit Richard Brandner hatte der zweite Bürgermeister eindeutig Stellung bezogen: „Wir sollten der Diskussion um die Energiewende Rechnung tragen. Wir können nicht nur vom Atomausstieg reden, wir müssen auch was dafür tun. Windenergie wird immer mehr Fuß fassen.“ Ähnlich äußerte sich Stephan End: „Es wird künftig ohne Windenergie überhaupt nicht funktionieren. Auf alle Fälle sollten wir mit gutem Beispiel vorangehen.“
Joseph Mayr stellte die Frage nach einem möglichen Ertrag: „Was kann man sich als Gemeinde finanziell ausrechnen?“ Bürgermeister Johann Settele verwies auf den zeitlichen Ablauf: „So weit sind wir noch lange nicht.“ Nicht nur Christian Haider verlangte, dass die beiden Hofstellen im Norden von Schönleiten nicht übergangen werden. Settele entgegnete: „Die Einödhöfe hat man landkreisweit nicht berücksichtigt.“
Georg Jakob plädierte für einen „vernünftigen Abstand“: „Lieber so eine Windkraftanlage und man kann Gundremmingen abschalten.“ Robert Weichselbaumer blickte über die nationalen Grenzen und beklagte, dass man in anderen Ländern nach wie vor Atomreaktoren plane: „Da müsste unsere ganze Politik europaweit ausgerichtet werden und nicht nur deutschlandweit.“
Platz vor der Kirche Die Kastanie vor der Kirche in Alsmoos stammt offensichtlich aus dem Jahr 1880. Nun sind ihre Tage gezählt. Der Gemeinderat beschloss ohne Gegenstimme, den Baum unverzüglich zu fällen. Grundlage war ein Gutachten, in dem beispielsweise von einer sehr schlechten Vitalität die Rede war und von tiefen Faulstellen; innen sei der 15 Meter hohe Baum relativ hohl. Seine Standsicherheit wurde in der Untersuchung ernsthaft infrage gestellt. Fazit: Der Baum sei langfristig nicht mehr zu erhalten.
Franz Plöckl empfahl, der Bauhof sollte den Baum von oben her kürzen. Richard Brandner widersprach entschieden: „Wenn so ein Gutachten vorliegt, dann ist Gefahr im Verzug. Da ist nicht mehr viel Fleisch da. Er muss entfernt werden.“ Innerhalb der nächsten sechs Wochen soll sich ein Arbeitskreis darüber Gedanken machen, wie der Platz vor der Kirche künftig aussehen sollte. Johann Settele fuhr fort: „Ich bin der gleichen Meinung. Da ist nichts mehr, was erhaltenswert ist an dem Baum.“
Bauanträge Im Gewerbegebiet kann eine Lagerhalle mit einer Länge von 20,80 Metern, einer Breite von 12,56 Metern und einer Firsthöhe von 9,80 Metern errichtet werden. Nur Franz Plöckl stimmte dagegen. An der Hartfeldstraße 3 in Petersdorf steht bereits eine landwirtschaftliche Maschinenhalle. Gegen die Tektur gab es keine Einwände.