Rudolf Danner fand jetzt in einem Wald bei Althegnenberg (Landkreis Fürstenfeldbruck) einen deutschen Trüffel. Das ist laut Danner ein seltenes Ereignis, in Liebhaberkreisen spricht man von einer Sensation. Ursprünglich auf Steinpilzsuche, stieß er zufällig auf den Stachelsporigen Mäandertrüffel. Mit 31 Gramm ist der Pilz verhältnismäßig groß und bei Preisen von sieben Euro pro Gramm auch einiges wert. Geld verdienen will Danner aber nicht. „Ich werde ihn nicht verkaufen, schließlich hat er ein tolles Aroma“, sagt der Pilzsammler lachend. Zudem ist die gewerbliche Nutzung solcher Funde untersagt, die private aber erlaubt.
Danner, der als freier Journalist und Restaurantkritiker für ein Gourmetmagazin des Ruhlandverlags tätig ist, kennt sich mit Trüffeln aus und weiß genau, wie er mit dem Fund umgehen muss. Im Wittelsbacher Land und den Nachbarlandkreisen sind weitere Überraschungen übrigens nicht zu erwarten. „Wir haben keine Informationen über Trüffelfunde in der Vergangenheit“, so Wolfgang Grinzinger, Sachgebietsleiter Naturschutz beim Landratsamt Aichach-Friedberg. „Es gibt allerdings auch keine Meldepflicht, einzig die gewerbliche Nutzung der Pilze ist verboten.“