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Ausstellung: Pöttmes in 200 Ansichten

Ausstellung

Pöttmes in 200 Ansichten

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    Heinrich Mayr, Kassenwart im Förderverein, präsentiert aus seiner umfangreichen Sammlung 200 Ansichtskarten.
    Heinrich Mayr, Kassenwart im Förderverein, präsentiert aus seiner umfangreichen Sammlung 200 Ansichtskarten.

    Pöttmes Die Köpfe zusammengesteckt standen die Besucher vor den Schaukästen im Foyer des Pöttmeser Rathauses. Der Gegenstand des Interesses: alte, historische Postkarten mit Ansichten von der Marktgemeinde. 200 Karten aus seiner umfangreichen Sammlung hat Heinrich Mayr für die zweite Ausstellung des Pöttmeser Fördervereins für ein Heimatmuseum zusammengestellt. Am Sonntagabend war Eröffnung.

    Im 19. Jahrhundert war die Lithografie die Drucktechnik, mit der die meisten farbigen Drucksachen vervielfältigt wurden. Auch Heinrich Mayr, Kassenwart des Fördervereins, hat ein paar Lithografien in seiner Sammlung Pöttmeser Ansichten. Die Älteste, die in der Ausstellung zu sehen ist, stammt aus dem Jahr 1895.

    Seit 1998 sammelt Mayr Postkarten aus Pöttmes und seinen Ortsteilen. Die Erste hatte er auf einem Flohmarkt entdeckt, eine Schwarz-Weiß-Aufnahme des Gumppenberg’schen Schlosses. Fast 400 hat er seitdem zusammengetragen. Gelegentlich überlassen ihm auch die Pöttmeser selbst alte Postkarten. „Es sind schöne alte Zeitdokumente“, sagte Bürgermeister Franz Schindele bei der Eröffnung.

    Zeitdokumente, die auch bei der Sanierung des ehemaligen Brauereigebäudes, in dem sich heute das Rathaus befindet, eine Rolle spielten. Architekten und der Denkmalschutz hätten darauf zurückgegriffen, um sich ein Bild davon zu machen, wie es früher sah, erzählte der Rathauschef. „Ein toller Schatz.“

    Enthüllung des Kriegerdenkmals, Fahnenweihe der Concordia

    Aus Platzgründen hat sich Mayr bei der Auswahl der Postkarten auf den Kernort beschränkt. Die Aufnahmen aus den Jahren 1895 bis 1955 zeigen Ansichten vom Marktplatz, dem Oberen Tor, vom Schloss, dem Klausen- und dem Gumppenberg, verschiedene Straßenzüge oder einzelne Häuser. Auch Ereigniskarten, wie die Enthüllung des Kriegerdenkmals oder die Fahnenweihe des Radfahrervereins Concordia Pöttmes, sind dabei. Für die Besucher ein kleines El Dorado, in dem sie ihre Erinnerungen an Pöttmes, wie es anno dazumal aussah, auffrischen konnten. „Ich gehe davon aus, dass der eine oder andere sein Anwesen oder sein Haus finden wird“, meinte Helmut Pawel, Vizevorsitzender des Fördervereins.

    Nach wie vor ist der Verein auf der Suche nach einem geeigneten Gebäude für ein Heimatmuseum. Gegenstände, um das Museum zu füllen, hätte der Verein inzwischen schon einige in petto. „Wir haben sehr viele Anfragen von Leuten, die uns etwas zur Verfügung stellen wollen“, erzählt Pawel.

    Deshalb will der Verein sich auch weiter im Gespräch halten. Für Anfang Juni, wenn die jetzige Ausstellung zu Ende ist, hat er schon die nächste geplant.

    Öffnungszeiten Die Ausstellung ist bis zum 28. Mai im Foyer des Rathauses zu sehen. Zusätzlich zu den normalen Öffnungszeiten des Rathauses ist die Schau auch jeweils am Sonntag von 13 bis 16 Uhr geöffnet.

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