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Gemeinderat: Sielenbach tilgt letzte Schulden

Gemeinderat

Sielenbach tilgt letzte Schulden

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    Das neue Rathaus ist Teil des Gesamtkomplexes, zu dem Feuerwehrhaus und Bauhofhalle gehören.
    Das neue Rathaus ist Teil des Gesamtkomplexes, zu dem Feuerwehrhaus und Bauhofhalle gehören. Foto: Drexler

    Sielenbach Es gibt nur wenige Gemeinden im Landkreis Aichach-Friedberg, die finanziell ähnlich gut dastehen wie Sielenbach. Bei der Beratung über den Haushalt 2012, der einstimmig als Satzung beschlossen wurde, zog Bürgermeister Martin Echter Bilanz: „Wir haben gemeinsam geschafft, was keiner für möglich hielt. Innerhalb von zehn Jahren von der Höchstverschuldung steht jetzt die Gemeinde schuldenfrei da. Das war seit vielen Jahrzehnten nicht mehr der Fall.“

    Dem Gemeindechef war ein weiterer Hinweis wichtig. Demnach seien alle umfangreichen Investitionen getätigt: „Es stehen keine großen Projekte ab 2013 mehr an.“ Dann ließ er die wichtigsten Maßnahmen Revue passieren, seit er 2002 Bürgermeister wurde. Dabei wurden die Erschließung von vier Baugebieten mit 130 Bauplätzen genannt, ebenso der Abschluss der Dorferneuerung und die Erweiterung des Friedhofs in Sielenbach. Die Freiwilligen Feuerwehren von Sielenbach und Tödtenried verfügten nun über moderne Gebäude und eine gute Ausrüstung. Aktuell laufen die Arbeiten am neuen Rathaus mit Bauhofhalle. Und nicht zuletzt werde in diesem Jahr die letzte Rate eines Kredits getilgt. Dabei geht es um 262000 Euro. Danach sind die 1575 Einwohner dieser Kommune frei von Schulden.

    2011 wurden die Hebesätze gesenkt. Dass Sielenbach so gut dasteht, sei auch auf die Einnahmen aus der Gewerbesteuer zurückzuführen, erklärte Echter. Firmen mit erneuerbaren Energien trugen dazu bei, dass reichlich Geld in die kommunale Kasse floss. Der Bürgermeister schlug auch kritische Töne an: „Es werden wieder schlechte Zeiten kommen.“ Künftig müsse man damit rechnen, dass die Schlüsselzuweisungen vom Staat wegfallen; und die Kreisumlage werde sich bei einer Million Euro einpendeln. Echter bedauerte: „Für harte Arbeit und gutes Wirtschaften wird man bestraft.“ Das umfangreiche Zahlenwerk hatte Kämmerin Helga Goldstein erarbeitet, die auch die wichtigsten Positionen ansprach.

    Größte Probleme bei den Ausgleichsflächen

    Erst nachdem die Tagesordnung für diese Sitzung geschrieben war, ging bei der Gemeinde ein Eintrag auf Schaffung eines Bürgersolarparks ein. Darum wurde über dieses Thema kein Beschluss gefasst. Es gab eine längere Debatte, auch mit Martin Echter (Schafhausen) und Michael Lutz (Raderstetten), die zu den sechs Personen gehören, die den Antrag unterzeichnet hatten. Bis zur nächsten Sitzung in vier Wochen erwartet die Gemeinde verschiedene Unterlagen, etwa darüber, wer die Kosten tragen wird, sowie einen Ansprechpartner.

    Bürgermeister Echter hatte betont, dass noch keine Verträge bestehen. Nicht nur er sieht die größten Probleme bei den Ausgleichsflächen: „Wenn sich einer meldet mit 10000 Quadratmeter, dann kaufen wir sofort.“ Insgesamt steht ein Betrag für die Anlage von 700000 bis 800000 Euro zur Debatte.

    Nicht nur Hans Moser verwies darauf, dass bei einer Fertigstellung bis zum 30. Juni die Zeit sehr drängt. Ausgangspunkt war die Absicht, auf einer Sandgrube eine Freiflächen-Photovoltaikanlage durch einen Investor errichten zu lassen. Nun sollten alle Bürger die Gelegenheit erhalten, „sich hieran finanziell zu beteiligen und entsprechenden Gewinn abzuschöpfen“.

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