Gersthofens Bayernliga-Fußballer haben in den vergangenen Jahren einen Schuldenberg von 200000 Euro angehäuft. Spätestens im Herbst wäre die Fußballabteilung des TSV Gersthofen zahlungsunfähig, schätzt Präsident Jürgen Treffler, und könnte den gesamten Sportverein mit in die Pleite reißen. Deshalb beschlossen die Mitglieder am Montagabend einen von Treffler vorgestellten Rettungsplan.
Er sieht vor, dass der finanziell auch nicht auf Rosen gebettete Hauptverein einen Kredit über 200000 Euro aufnimmt, den die Fußballabteilung innerhalb von zehn Jahren mit Monatsraten von knapp 2000 Euro abstottert. Wenn der Sparkurs zum sportlichen Abstieg bis in die Bezirksliga führe, dann nehme man das in Kauf, so Treffler. „Wir müssen kleinere Brötchen backen.“
Seit 2007 wurden Jahr für Jahr Verluste eingefahren, die durch Darlehen von Privatleuten aufgefangen wurden. Diese Darlehen, so gestand Treffler ein, wurden ohne Wissen des Vereinspräsidiums ausgehandelt.
Mitglieder anderer Abteilungen reagierten zum Teil stocksauer und lehnten Trefflers Rettungsplan ab. Besonders umstritten war die Frage, ob der Verein auch für die Privatdarlehen haftet, die ohne Wissen des Präsidiums ausgehandelt worden sind. Lesen Sie mehr heute im Lokaleil der Aichacher Nachrichten