Der Aichacher Krippenweg beginnt in den Geschäften am Stadtplatz und bei der Oberen- und Unteren Vorstadt. Der krönende Abschluss des Krippenweges ist die legendäre Kapfhamer Krippe, die im Aichacher Stadtmuseum unter der Federführung von Hermann Plöckl aufgebaut wurde. Im Rahmen einer Sonderausstellung haben Werner und Hermann Plöckl sowie Fritz Baur, Hermann Winkler, Horst Lechner, Franz Friedl und Museumsleiter Christoph Lang sechs Szenen aus der biblischen Geschichte in mehreren Schaukästen aufgebaut.
Die biblische Geschichte
Szene eins Verkündigung durch den Engel Gabriel in Nazareth, dass Maria einen Sohn gebären wird. "Dieser wird groß sein und Sohn des Allerhöchsten genannt werden", sprach der Engel.
Szene zwei Die Geburt Christi mit Anbetung der Hirten und der Heiligen Drei Könige.
Szene drei Flucht nach Ägypten. Als die Magier (Drei Könige) fortgegangen waren, siehe, da erschien ein Engel des Herrn dem Joseph im Traum und sprach: "Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und flieh nach Ägypten, und bleibe dort, bis ich es dir sage; denn Herodes hat vor, das Kind zu suchen und es umzubringen."
Szene vier Kindermord in Bethlehem. Als Herodes sah, dass er von den Magiern hintergangen worden war, wurde er sehr zornig, schickte Soldaten nach Bethlehem und ließ dort und in der gesamten Umgebung alle Knaben von zwei Jahren und darunter ermorden.
Szene fünf Der zwölfjährige Jesus lehrt im Tempel. Nach drei Tagen geschah es, da fanden Josef und Maria ihn im Tempel, mitten unter den Lehrern sitzen, auf sie hörend und sie befragend. Alle, die ihn hörten, staunten über seine Einsicht und seine Antworten. (Lukas)
Szene sechs Hochzeit zu Kanaa in Galiläa. Am dritten Tag war eine Hochzeit zu Kanaa in Galiläa und die Mutter Jesu war dort. Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit geladen. Da es an Wein fehlte, sagte die Mutter Jesu zu ihm: "Sie haben keinen Wein mehr". Jesus ließ sechs Krüge mit Wasser füllen und verwandelte es in Wein.
Mit großen Textfahnen wird im Rahmen der Ausstellung über den Ursprung von Krippen informiert. Über die Zeit von Verboten, wie sie in die Klöster und Kirchen kamen und die Wohnstuben der Bürgerschaft eroberten.
"Wir wollen das Krippengeschehen in Aichach in den Mittelpunkt rücken", erzählt Georg Weber. Angeregt hat ihn dabei der Altomünsterer Krippenweg, der dort von freiwilligen Helfern organisiert wird. "Das wäre auch für Aichach schön", war sein Gedanke. Seit mehreren Monaten waren er und seine Truppe aktiv, um verschiedene Krippen für die Ausstellung von den Bürgern zu bekommen. "Als ich nach Exponaten fragte, konnte ich feststellen, dass es noch viele verborgene Schätze gibt." So soll der heurige Krippenweg nicht der Letzte sein. Mit seinen Helfern hat er im Sommer begonnen, die Grundgestelle mit Beleuchtung für die einzelnen Krippen zu bauen. (ech)
Startschuss Eröffnet wird der erste Aichacher Krippenweg in der Stadtpfarrkirche am Sonntag, 28. November, um 16 Uhr von Stadtpfarrer Johannes Schmidt, seinem evangelischen Amtsbruder Pfarrer Wemhöner und Bürgermeister Klaus Habermann.