Startseite
Icon Pfeil nach unten
Aichach
Icon Pfeil nach unten

Stadtrat I: Zu schmale Straßen im Kreisgut?

Stadtrat I

Zu schmale Straßen im Kreisgut?

  • |
  • |
  • |
    Zu schmale Straßen im Kreisgut?
    Zu schmale Straßen im Kreisgut?

    Aichach Beim Ausbau der Flurstraße war sie Thema, ebenso bei der Sudetenstraße: die Straßenbreite. Sie bot am Donnerstagabend erneut Diskussionsstoff im Aichacher Stadtrat, als zum vierten Mal der Bebauungsplanentwurf für das Kreisgutareal auf der Tagesordnung stand. Aus der CSU und von den Freien Wählern kamen Bedenken, die Straßen dort würden nicht breit genug. Ein Antrag von Helmut Beck (CSU), die Breite generell auf mindestens fünf Meter festzusetzen, wurde abgelehnt.

    Anlass für die Diskussion war eine Reihe von Änderungswünschen des Landkreises, der das Baugebiet vermarktet. Das gesamte Baugebiet wird nun ein verkehrsberuhigter Bereich. Dadurch kann man sich an der Straße vom Plattenberg her einen Gehweg sparen. Die gewonnene Fläche kommt den Angern im nördlichen Teil zugute. Die Straßen dort könnten dadurch fünf Meter breit werden und würden dadurch für größere Fahrzeuge, zum Beispiel von der Müllabfuhr oder der Feuerwehr, leichter passierbar.

    Hier hakte CSU-Fraktionsvorsitzender Helmut Beck ein. Die Straßen seien nicht breit genug. Marc Sturm hielt die Planung gar für „absolut unverantwortlich“. Feuerwehrreferent Peter Meitinger fürchtete, die Feuerwehr könnte in den kleineren Straßen Probleme mit der Drehleiter haben. Stadtbaumeister Josef Hell ging davon aus, dass der Kreisbrandrat das sicher beanstandet hätte. Dass bei mehr Breite schneller gefahren wird, wie Magdalena Federlin (Grüne) meinte, glaubte Georg Robert Jung (FW) nicht. Er sah bei Tempo 60 in jeder Straße Autos an einem bestimmten Punkt „zerschellen“.

    Stadtbaumeister Josef Hell war überrascht von der Diskussion, zumal der Entwurf bereits zum vierten Mal Thema war. Neben dem Fahrtempo merkte er an, dass bei breiteren Straßen am Straßenrand geparkt werde. Bürgermeister Klaus Habermann verwies auf den Landkreis als Vermarkter. Sprich: Mehr Fläche für die Straßen bedeutet weniger Grundstücksfläche.

    Die Intention des Landkreises könne aber für die Stadt nicht ausschlaggebend sein, meinten dazu Vertreter aller Fraktionen. Bei Problemen kämen die Anwohner später auf die Stadt zu. Becks Antrag, die Straßenbreite generell auf mindestens fünf Meter festzusetzen, wurde dennoch mit 16:14 Stimmen abgelehnt. Da im Bebauungsplan noch keine festen Maße für die öffentlichen Flächen aufgenommen werden, beschloss der Stadtrat mit 25:5 Stimmen die gewünschten Änderungen.

    Eine weitere Diskussion entspann sich beim Thema Zäune und Sockel. Hier wollte das Landratsamt die Höhe auf genau 1,20 Meter festlegen. Bei einem anderen Punkt, der Wandhöhe, hatte die Behörde dagegen gerade keine genaue Festsetzung gewünscht. Diesen Widerspruch kritisierte Jung. Er sah eine Welle von Änderungswünschen auf die Stadt zurollen. Die Meinung teilte nicht nur Dieter Heilgemeir (CSU). Mit 26:4 Stimmen wurde die Festsetzung abgelehnt.

    Unproblematisch waren eine geringe Änderung des Geltungsbereichs des Bebauungsplans am Stadel beim Kreisgut und eine leichte Verschiebung der Reihenhäuser südlich des Kreisguts. Der Landkreis hält sich damit die Option offen, die Flächen selbst für eine Vergrößerung des vom Landratsamt genutzten Kreisguts zu verwenden oder sie doch an Bauwillige zu verkaufen. Georg Schöffel wollte wissen, wann der Wertstoffhof, der sich noch auf dem Gelände befindet, geschlossen wird. Ein Termin sei der Stadt noch nicht mitgeteilt, so Hell. Wie berichtet, will der Landkreis bis zur Fertigstellung der neuen Sammelstelle an der Augsburger Straße eine Übergangslösung in der Hanns-Martin-Schleyer-Straße in Ecknach einrichten.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden