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Fußball: Freude ja, Euphorie nein

Fußball

Freude ja, Euphorie nein

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    Dem Jubel über das 1:0 gegen den FC Augsburg II folgte bei Volker Weingartner (Bildmitte) und Marco Küntzel (rechts) bald die Ernüchterung. Mit 1:3 musste man sich vor Wochenfrist der Bundesliga-Reserve geschlagen geben – und muss nun in der Qualifikation zur Regionalliga gegen einen namhaften Gegner antreten.
    Dem Jubel über das 1:0 gegen den FC Augsburg II folgte bei Volker Weingartner (Bildmitte) und Marco Küntzel (rechts) bald die Ernüchterung. Mit 1:3 musste man sich vor Wochenfrist der Bundesliga-Reserve geschlagen geben – und muss nun in der Qualifikation zur Regionalliga gegen einen namhaften Gegner antreten.

    Aichach Was hat man Mitte März doch alles geunkt. Separater Gästebereich, eine Zuschauerkapazität von mindestens 2500, fehlendes Flutlicht, keine selbstständigen Jugendmannschaften – die Regionalligalizenz: Sie schien für den BC Aichach unerreichbar. Zu viele Unwägbarkeiten, zu hohe Investitionskosten. Mittlerweile ist es amtlich. Wie die Aichacher Nachrichten gestern exklusiv berichteten, hat der Fußballlandesligist die Regionalligalizenz vom Bayerischen Fußball-Verband erhalten. Wie auch alle anderen 31 Bewerber. Ein – zumindest für Außenstehende – überraschendes Ergebnis.

    „Für mich überhaupt nicht“, sagt Jürgen Faltenbacher, Vorsitzender der Zulassungskommission des BFV. „Wir haben viel mit den Vereinen gesprochen und zusammen ein Verfahren aufgestellt, das realisierbar ist. Und genau das wollten wir auch. Eine Liga, die für alle erreichbar ist. Ich bin hoch erfreut über das Ergebnis.“ Tatsächlich wurde in einigen Punkten auf die Wünsche der Vereine eingegangen. Im Vergleich zu den Zulassungskriterien der aktuellen Regionalliga hat der BFV seine Anforderungen drastisch nach unten gedrückt. Und doch blieb man mit der Zahl von 32 unter den eigenen Erwartungen: „Vielleicht hätte sich aus den Landesligen die ein oder andere Mannschaft mehr bewerben können“, gibt Faltenbacher zu. „Aber das kann sich in den kommenden Jahren noch ändern. Das wird sich zeigen.“

    Bürgermeister Klaus Habermann gibt sich optimistisch

    Punkte, die dem BCA aktuell egal sein können. Organisatorisch haben Volker Weingartner und sein Team alle Hürden gemeistert. Die Umbaupläne für den BCA-Platz an der Schrobenhausener Straße, die Weingartner dem BFV nachgereicht hatte, wurden für ausreichend befunden. Sie gilt es jetzt umzusetzen. „Natürlich haben auch wir Auflagen“, sagt Weingartner. „Aber das sind Formalitäten. Alles Dinge, die wir schaffen werden.“

    Das Okay der Stadt scheint sicher. Bürgermeister Klaus Habermann äußerte sich schon beim Besuch der BFV-Kommission optimistisch: „Die Baumaßnahmen scheinen alle realisierbar – auch kurzfristig“, war vom Stadtoberhaupt zu vernehmen. Und auch das Josef-Bestler-Stadion scheint immer noch eine Alternative zu sein.

    Bleibt nur noch die sportliche Qualifikation. Und die scheint nach den zuletzt gezeigten Leistungen mehr als fraglich. Das von Weingartner vor der Saison namhaft verstärkte Team zeigt nicht die Klasse, die sich der Präsident erhofft hatte. In die Qualifikationsspiele – sie beginnen wohl am 23. Mai – geht der BCA als krasser Außenseiter. Zumal ein mögliches Freilos – durch den möglichen Rückzug des FSV Erlangen-Bruck, kann ein Landesligist darauf hoffen, ohne Halbfinale in die Entscheidungsspiele zu kommen – in Runde eins durch die zuletzt schwachen Auftritte endgültig verspielt wurde.

    Jetzt droht schon zum Auftakt ein echtes Hammerlos – der FC Ismaning beispielsweise. Der letztjährige Bayernligameister steht derzeit auf Tabellenplatz elf, wäre damit also einer der möglichen Konkurrenten. Weitere Kandidaten sind der Würzburger FV und der SV Heimstetten. Alles gestandene Bayernligavereine. Und selbst bei einem Sieg stünde die Qualifikation noch nicht fest. Der BCA müsste noch eine Runde überstehen. Es bleiben also noch einige Fragezeichen.

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