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SportporträtAN: Hochleistungssport

SportporträtAN

Hochleistungssport

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    Josef Oefele in seinem Element: auf der Tarttanbahn macht dem 51-Jährigen fast niemand etwas vor.
    Josef Oefele in seinem Element: auf der Tarttanbahn macht dem 51-Jährigen fast niemand etwas vor.

    Aichach-Unterwittelsbach Wenn Josef Oefele von seinen Erfolgen – und davon gibt es eine Menge – erzählt, dann fangen die braunen Augen des hageren, drahtigen Mannes an zu leuchten. Dann lehnt er sich zurück in seinen Stuhl, verschränkt die Arme und fängt an zu erzählen. Von seinem deutschen Meistertitel im Marathonlauf. Von den großen Wettkämpfen, die ihn auch gegen Läufer wie den ehemaligen Olympiasieger Dieter Baumann antreten ließen. Dann schwelgt Josef Oefele in Erinnerungen.

    Erzählt von seinem ersten offiziellen Lauf, dem Gersthofer Silvesterlauf 1983. Vom Beginn seiner beeindruckenden Karriere: „Da war eine Frau vor mir im Gesamtklassement“, erzählt der 51-Jährige heute. „Das hat mir nicht gefallen. Eine Frau vor mir. Das wollte ich nicht.“ Der Ehrgeiz war geweckt. Ein Ehrgeiz, den ihn auch heute noch Woche für Woche zum Training treibt. Der Vater eines Sohnes und einer Tochter: er ist ein Sportverrückter – im positiven Sinne. Das Laufen, es ist für Oefele mehr als nur eine Freizeitbeschäftigung. Es ist Leidenschaft, es ist Emotion. Aber: es kann auch ein verdammt hartes Stück Arbeit sein. Vor allem dann, wenn man nicht richtig fit ist: „Wenn man gut drauf ist, spürt man beim Laufen gar nichts“, sagt der AN-Sportler des Monats April. „Wenn man aber schlecht gelaufen ist, dann denkt man, man stirbt.“

    Trotz zahlreicher Verletzungen – Oefele kam immer zurück

    Gestorben ist Oefele auf den Strecken freilich noch nie. Und allein das ist schon bemerkenswert. Seit knapp 30 Jahren betreibt der Unterwittelsbacher mittlerweile Hochleistungssport. Trotz ärztlicher Bedenken, trotz zahlreicher Verletzungen: Oefele kam immer zurück. Ist in seiner Altersklasse immer noch nationale Spitzenklasse: „Ich weiß, was ich sportlich leiste und schon geleistet habe“, sagt der Fußballfan. „Ich kann das gut einschätzen.“

    Klar könne das Gründungsmitglied des LC Aichach – seinem Verein ist er bisher immer treu geblieben – bei einem Lauf keine Gesamtwertung mehr gewinnen. Das liege in der Natur der Sache. Aber mit steigendem Alter müsse man sich eben andere, neue Ziele setzen: „Ich will mein aktuelles Niveau halten“, sagt Oefele. „Wenn keine Älteren vor mir sind, dann bin ich zufrieden.“

    Da ist er wieder: Dieser innere Antrieb, dieses Funkeln in den Augen, dieser Ehrgeiz, den man Josef Oefele sofort ansieht, wenn man ihn vom Laufen sprechen hört. Bewundernswert auf der einen Seite. Doch leidet unter diesen eigenen Ansprüchen nicht beispielsweise das Familienleben? „Das alles geht nur, wenn der Partner das nötige Verständnis mitbringt“, sagt der Ausdauersportler. „Das ist die wichtigste Person. Ohne die geht das alles nicht.“ Oefele hat Glück. Seine Frau Karin teilt seine Leidenschaft. Ist mit ihrem Ehemann schon Marathons gelaufen und unterstützt ihren Gatten so gut es geht.

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