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Pilotprojekt: Adelsrieder Grundschule wird "flexibel"

Pilotprojekt

Adelsrieder Grundschule wird "flexibel"

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    Flexibles Lernen in individuellem Tempo: Die Grundschule Adelsried testet bald die „flexible Grundschule“. Schon jetzt bearbeiten Oliver, Franziska und Marie aus der Kombiklasse selbstständig die Aufgaben ihres Wochenplans. Dabei dürfen sie auch auf dem Teppichboden sitzen.
    Flexibles Lernen in individuellem Tempo: Die Grundschule Adelsried testet bald die „flexible Grundschule“. Schon jetzt bearbeiten Oliver, Franziska und Marie aus der Kombiklasse selbstständig die Aufgaben ihres Wochenplans. Dabei dürfen sie auch auf dem Teppichboden sitzen. Foto: Tanja Ohnesorg

    Zahlreiche Schulen in ganz Bayern haben sich um den Titel „flexible Grundschule“ beworben, darunter auch drei aus dem Kreis Augsburg. Nun startet das Projekt an der Grundschule Adelsried-Bonstetten, es betrifft die Eingangsstufe. Doch was heißt „flexibel“ überhaupt?

    „Es ist eine erfreuliche Weiterentwicklung unserer jahrelangen Arbeit“, sagt Schulleiterin Bettina Westphal. Seit vier Jahren gibt es in ihrer Schule kombinierte Klassen. Das heißt, Erst- und Zweitklässler und Dritt- und Viertklässler lernen zusammen.

    Dieses System ist Bestandteil der flexiblen Grundschule. „Wir haben uns beworben, weil wir alle Voraussetzungen haben“, sagt die Schulleiterin. Eine andere Schule, die keine jahrgangsübergreifenden Klassen hat, hätte diese mit dem Gewinn des Titels einführen müssen.

    In Adelsried wurden vor vier Jahren kombinierten Klassen eingeführt. Jedes Jahr hängt das Unterrichtssystem von den Schülerzahlen ab. Eine Klasse ist auf 25 Kinder beschränkt. Aktuell hat die Adelsrieder Grundschule insgesamt 70 Erst- und Zweitklässler, die sich gemischt auf drei Klassen verteilen. „Am Anfang gab es viel Kritik, es war eine harte Zeit.

    Mittlerweile hofft die Elternbeiratsvorsitzende, dass das Kombiklassen-System bleibt“, freut sich Westphal. Als im vergangenen Jahr die Bereitschaft für Kombiklassen bei der Einschulung abgefragt wurde, wollten nur zwei Eltern ihre Kinder in eine Regelklasse stecken.

    Auch wenn die Schüler sehr selbstständig arbeiten, von Lese- oder Kopfrechenmüttern unterstützt werden und mit „großen“ Schülern in einer Klasse sind: Hausaufgaben gibt es trotzdem, auch Frontalunterricht, doch weit weniger als früher.

    Zwei Dinge ändern sich nun durch die Teilnahme an der flexiblen Grundschule: Schüler, die sich schwer tun, können sogar drei Jahre lang in der sogenannten Eins-Zwei bleiben. „Bislang wurde so ein zusätzliches Schuljahr mit auf die Schullaufbahn eines Kindes angerechnet. In der flexiblen Grundschule passiert das nicht“, erklärt Konrektorin Maria Stein.

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