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Neusäß: Bewegung auf dem Sailer-Areal

Neusäß

Bewegung auf dem Sailer-Areal

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    Auf dem sogenannten Sailer-Areal in Neusäß sollen Wohnungen entstehen. Doch viele Fragen sind noch offen.
    Auf dem sogenannten Sailer-Areal in Neusäß sollen Wohnungen entstehen. Doch viele Fragen sind noch offen. Foto: Marcus Merk

    Es bewegt sich was auf dem sogenannten Sailer-Areal in Neusäß. Das Grundstück zwischen Bahnlinie und ein Stück weiter der Westheimer Straße ist das mehr oder weniger aufgelassene Betriebsgelände der Firma Mineralöle Sailer. Jetzt deutet sich dort eine intensive Wohnbebauung an.

    Diskutiert wird über die mögliche Nutzung des Areals mindestens seit dem Jahr 2006. Die Stadt pochte auf einen städtebaulichen Vertrag, der nicht zustande kam. Dass sechs Jahre später wieder Schwung in die Sache gekommen ist, deutete Bürgermeister Hansjörg Durz bereits bei der Bürgerversammlung an. Jetzt im Planungsausschuss stellte er zusammen mit Gerald Adolf, dem Leiter der Bauverwaltung, Einzelheiten vor. Die Planungsarbeiten hat längst die Bayerische Landessiedlung zusammen mit den Büros EM-Plan und Baldauf übernommen.

    Einig waren sich die Stadtpolitiker, dass der vorgelegte Entwurf noch deutlich überarbeitet und präzisiert werden müsse. Dies soll zusammen mit der Bayerischen Landessiedlung, aber auch mit dem Landratsamt als Genehmigungsbehörde geschehen. Festhalten werde man an der Forderung nach einem städtebaulichen Vertrag, war sich der Ausschuss einig. Ebenso in der Meinung, dass der Umgriff des Bebauungsplanes geändert, sprich vor allem reduziert werden soll. So soll das Gebäude von ABB herausgenommen werden, ebenso der bestehende Wohnblock. Einbezogen werden soll dagegen das Areal von Steinbacher Consult, zudem die von dem Planungsbüro gewünschten Erweiterungsflächen.

    Eine Herzensangelegenheit quer durch alle Fraktionen ist der Wunsch nach einem durchgehenden Rad- und Fußweg entlang der Bahnlinie. Ganz wichtig sei auch eine Querung der Bahnlinie, um das Beethovenviertel und die Wohnungen auf dem Sailer-Areal mit der Neusässer Innenstadt verbinden zu können. Zudem müsse darauf geachtet werden, dass die Reaktivierung des Bahngleises zu ABB möglich bleibe, verlangte Christian Rindsfüßer (SPD). Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens sollten auch öffentliche Parkplätze geschaffen werden, um die Stellplatznot im Beethovenviertel zu entschärfen.

    Für die Freien Wähler forderte Inge Steinmetz-Maaz eine Erschließung aus einer Hand – vor dem Hintergrund, dass die Bayerische Landessiedlung beabsichtigt, einzelne Teile des Areals an Investoren zu veräußern. Die Sorge von Michael Frey (Grüne), dass die versiegelte Fläche zu groß sei, versuchte Adolf mit dem Hinweis auf knapp 3000 Quadratmeter Grünfläche zu zerstreuen; dies sei für die derzeit fast komplett versiegelte Fläche ein vernünftiges Maß. „Noch viele Fragezeichen“ hinter die Pläne setzte Uwe Hübner (CSU). Deutlicher wurde Wilhelm Kugelmann (CSU). „Die überbaubare Fläche ist sehr großzügig gefasst, da ist fast alles möglich.“ Man müsse noch viel präzisieren, bevor weiter diskutiert wird.

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