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Gersthofen: Das Rathaus im Kreuzfeuer

Gersthofen

Das Rathaus im Kreuzfeuer

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    Das Gersthofer Rathaus.
    Das Gersthofer Rathaus. Foto: Archivbild: Marcus Merk

    von Gerald Lindner

    Fehlende Seitenzahlen im Protokoll, ein falsch angesetzter Sitzungsbeginn in der Niederschrift – harsche Kritik an der Verwaltung übten einige Räte bei der Gersthofer Stadtratssitzung.

    So monierte Georg Brem (GBU/Grüne/FDP), dass bei einer Niederschrift die öffentliche Frageviertelstunde nicht zur Sitzungsdauer mitgezählt worden sei. Daher wurde der Beginn um 18.15 Uhr angesetzt. „Das Ende der nichtöffentlichen Sitzung war um 21.15 Uhr, damit wird kein zusätzliches Sitzungsgeld von 30 Euro gezahlt“, erklärte Brem. Denn wenn die Dauer einer Sitzung drei Stunden überschreitet, steht den Stadträten zusätzlich ein halbes Sitzungsgeld zu. „Dieser eigentlich lächerliche Anlass ist ein Beispiel, dass Teile der Verwaltung immer wieder versuchen, zu tricksen. Ein besonderes Vergnügen daran hat unser Hauptamtsleiter.“ Der Sitzungsbeginn sei in der Geschäftsordnung nicht eindeutig geregelt. „Für mich beginnt eine Sitzung zu dem Zeitpunkt, zu dem ich geladen bin, und das war 18 Uhr.“ Bürgermeister Jürgen Schantin wies diesen Vorwurf zurück. „Ich nehme das ganz allein auf meine Kappe.“ Die Protokollführerin habe ihn gefragt, ob sie 18.03 Uhr – den Beginn der Frageviertelstunde – oder 18.15 Uhr eintragen solle. „Ich habe gesagt 18.15 Uhr“, so Schantin. Er schlug vor, künftig als Sitzungsbeginn zu zählen, wenn der Bürgermeister die Anwesenden begrüßt. Damit zeigte sich Brem einverstanden. Der angegriffene Hauptamtsleiter Thomas Helmschrott wies die Kritik zurück: „Ich habe das Protokoll nicht bearbeitet, hätte es aber genauso gesehen wie der Bürgermeister.“ Außerdem gehörte es zu seinen Aufgaben, zu prüfen, ob alles mit rechten Dingen zugehe. „Ich tue meine Arbeit und habe keine politischen Präferenzen und will mich hier nicht in politische Auseinandersetzungen hineinziehen lassen“, betonte er.

    Welche Vorwürfe noch gegen die Verwaltung erhoben werden, lesen Sie in der Dienstagsausgabe des Augsburger Landboten.

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