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A8-Baustelle: Der Fünf-Millionen-Riese in Adelsried

A8-Baustelle

Der Fünf-Millionen-Riese in Adelsried

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    So ähnlich soll die Brücke bei Adelsried einmal aussehen: Zwei halbkreisförmige Übergänge, in denen Tunnel für die Wildtiere untergebracht sind, führen über die ab Herbst 2015 sechsspurige Autobahn. Das Bild zeigt die Baustelle, darüber wurde grafisch die bauähnliche Langweider Grünbrücke an der B2 gelegt.
    So ähnlich soll die Brücke bei Adelsried einmal aussehen: Zwei halbkreisförmige Übergänge, in denen Tunnel für die Wildtiere untergebracht sind, führen über die ab Herbst 2015 sechsspurige Autobahn. Das Bild zeigt die Baustelle, darüber wurde grafisch die bauähnliche Langweider Grünbrücke an der B2 gelegt.

    In der Nähe von Adelsried entsteht gerade ein Riese. Er wird auf eine Länge von 70 Metern kommen. Täglich arbeiten rund 20 Personen an ihm, damit er im Herbst dieses Jahres fertig werden kann – zur Hälfte zumindest. Die Kosten liegen bei über fünf Millionen Euro. Die Rede ist von der neuen Brücke über die Autobahn. Dort, wo jahrelang ein kleiner Steg die Orte Adelsried und Aystetten verband, soll ab dem Herbst 2013 eine grüne, also bewachsene Brücke dafür sorgen, dass die Wildtiere von einer Seite der Autobahn auf die andere gelangen können. Auch einen Übergang für Zweibeiner soll es geben.

    Für eine Frau aus Adelsried dürfte die Eröffnung der Brücke zu einem Festtag werden: Elfriede Wegner, die „Brückenfrau“ aus Adelsried, hat lange Jahre für einen Fußgängerüberweg an dieser Stelle der A8 gekämpft. Als die alte Brücke im Jahr 2004 von einem Laster beschädigt wurde, musste sie abgerissen werden. Wegner gab keine Ruhe, bis im Dezember 2006 die neue Brücke eingehoben wurde. Dass das ehemals nur für Fußgänger gedachte Brücklein einen so imposanten Nachfolger erhält, hätte sie wohl nicht geglaubt. Von dem Fortschritt an der Baustelle ist sie begeistert: „Da tut sich richtig was, das ist enorm. Jedes Mal, wenn ich da hinschaue, sieht die Baustelle anders aus. Aber mit meiner kleinen Brücke hat das Riesending ja eigentlich nichts mehr zu tun.“

    In seinen Ausmaßen ist die Brücke tatsächlich das größte von insgesamt 79 Brückenbauwerken, die an der Autobahn im Zuge der Ausbauarbeiten abgerissen und neu gebaut werden. Gianluca Beraldo, der technische Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Pansuevia, betont, dass aber nur die wenigsten der Brückenbauwerke auch tatsächlich Brücken sind: „Etwa zwei Drittel sind Unterführungen, die unter der Autobahn durchführen, damit entweder Tiere oder Menschen sie passieren können.“ In diesem Fall gibt es sowohl für Tiere als auch für Menschen einen Weg über die Brücke. Zwei halbkreisförmige Tunnelgänge sollen einen Weg für die Wildtiere schaffen. Über den aufgeschütteten und bewachsenen Wall können schließlich Fußgänger laufen, während unter ihren Füßen die sechsspurige Autobahn verläuft.

    Wie alles auf Bayerns größter Baustelle findet auch dieses Bauvorhaben im Zeitraffer statt. Während die neue Fahrbahn von Augsburg nach Ulm vorbereitet wird, legen die Bauarbeiter das Fundament für die Brücke, samt der Tunnelröhren. Wie überall an der A8 sollen die teils starken Steigungen ausgeglichen werden. Für die Adelsrieder Brücke werden etwa acht Meter Erdreich aufgeschüttet.

    Im Herbst 2013, soll die Adelsrieder Brücke fertig sein. Dass sie nicht noch früher fertig wird, hängt damit zusammen, dass fürs Erste nur der nördliche Bereich an dieser Stelle der Autobahn bearbeitet wird. Anfang 2013 soll mit den Brückenbauarbeiten auf der anderen Seite der Autobahn begonnen werden.

    Ein Bau, der für den Wildbestand enorm wichtig ist, betont Hubert Droste, der Betriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten Zusmarshausen. „Wenn die A8 ausgebaut ist, werden an den Seiten wilddichte Zäune angebracht. Die einzige Möglichkeit für die Tiere, die A8 zu kreuzen, sind dann Unter- oder Überführungen.“ Eine weitere Brücke ist am Scheppacher Forst geplant, bei Streitheim wird es eine Unterführung geben.

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