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Verabschiedung: Die Allerersten

Verabschiedung

Die Allerersten

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    Schulleiterin Eva Focht mit 1,0-Abiturient Maximilian Uhl aus Affaltern.
    Schulleiterin Eva Focht mit 1,0-Abiturient Maximilian Uhl aus Affaltern.

    Wertingen „Now’s the time“ – auf Deutsch „jetzt ist die Zeit“. Mit dieser musikalischen Einlage von sieben jungen Frauen begann die Verabschiedung der 100 Abiturientinnen des ersten G-8-Jahrganges am Wertinger Gymnasium. Für sie ist jetzt die Zeit des Feierns, des Fröhlichseins, aber auch die Zeit, sich Gedanken über die eigene Zukunft zu machen.

    Schüler haben es überlebt

    Nicht wie vorher üblich neun Jahre, sondern nur noch acht durften die Schüler am Gymnasium die Schulbank drücken: G8 statt G9. Sie waren quasi die Versuchskaninchen, die Pioniere und auch die Allerersten ihrer Art. Dies wurde bei der feierlichen Verabschiedung im Forum vor den versammelten Eltern, Freunden und Gästen immer wieder deutlich. Und wie es Mirabelle Möhnle in der Begrüßungsrede der Abiturienten klarstellte, haben sie „den Schwachsinn überlebt“ – trotz vieler Entbehrungen, wie häufiger Nachmittagsunterricht und einige neu im Lehrplan befindliche P- und W-Seminare. Die Schüler haben nun ihr großes Ziel erreicht.

    Riesig darüber gefreut haben sich Sara Partsch, Franziska Klimm und Maria Goncalves: Sie tanzten, schwenkten die geschenkten Rosen und das Abiturzeugnis (siehe Bild links). Über die Zeit nach der Schule haben sie bereits klare Vorstellungen: Sara wird Lehramt studieren, Maria eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau machen und Franziska ein duales Studium in Augsburg und Landsberg. Ganz so schlimm, wie von vielen vorhergesagt, empfanden sie das G8 nicht. „Am Anfang war es schon chaotisch. Oft haben zum Schuljahresbeginn noch Bücher gefehlt und wir hatten viel Nachmittagsunterricht. Das wurde in der Mittel- und Oberstufe besser“, beschreibt Maria die anfänglichen Probleme. Auch an den neuen Seminaren fanden sie gefallen. Im Gegensatz zu Markus Deller: „Den genauen Sinn hinter den Seminaren habe ich nicht erkannt“, so der 18-Jährige, der ab September ein Jahr in Australien als Au-pair verbringt.

    Viel Arbeit hatten in den vergangenen Jahren auch die beiden Oberstufenbetreuer Michael Hartmann und Ingeborg Weisenberger. „Ich habe bereits zum sechsten Mal die Abiturienten betreut. Sie waren dieses Jahr jünger. Das hat man gemerkt. Die Probleme waren aber keine anderen als vorher“, sagt Hartmann. So bestanden die Aufgaben der Betreuer darin, darüber zu informieren, was die Schüler alles in das Zeugnis einbringen müssen, welche Kurse sie belegen müssen und die Betreuung in der persönlichen und Berufsberatung.

    Dass sie einen guten Job gemacht und die Schüler sich gut auf die neue G-8-Situation eingestellt haben, zeigen die Ergebnisse. Insgesamt 24 Schüler haben eine Eins vor dem Komma bei ihrem Abiturschnitt. Am besten schnitt Maximilian Uhl ab: 1,0. Mit der Note 1,3 schloss Stephanie Sckell ab, mit 1,4 Annika Anderer, Christian Brummer, Miranda Riedel und Stefan Schröder.

    Bevor die Abiturientinnen und Abiturienten sich weiter um ihre Zukunft gesorgt haben, wurde am gestrigen Abend gemeinsam in Wertingen gefeiert.

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