Adelsried Der Ausbau der nahen Autobahn A8 in Höhe von Adelsried fordert seinen Tribut auch von den Adelsriedern. Selbst wenn die Brücke, die die Verbindung zwischen den Ortschaften Streitheim und Adelsried ermöglichte, derzeit abgerissen ist, bedeutet das nicht, dass die angebundene schmale Ortsverbindungsstraße nicht befahren ist.
Im Gegenteil, Bürgermeisterin Erna Stegherr-Haußmann befürchtet jetzt verstärkten Lastwagenverkehr. Denn durch den Abriss der Brücke fährt derzeit ein Teil des Baustellenverkehrs über die Autobahnausfahrt in Höhe Autobahnkapelle durch den Ort Adelsried und weiter über die Abzweigung in Richtung Streitheim zur Brückenbaustelle. Diese wird neu errichtet und soll bis August fertig sein. Aus diesem Anlass warnte die Bürgermeisterin im Holzwinkelblatt vor „Baustellenverkehr auf der Streitheimer Straße“.
ARGE will für Schäden aufkommen
„Das Anliefern von Transportbeton machen diese Fahrten notwendig“, sagt Michael Halm, Projektleiter der Bau-ARGE. Diese ist von der Betreibergesellschaft Pansuevia beauftragt, den Bauverlauf des Ausbaus der A8 zu organisieren und zu überwachen. Halm beteuert, täglich würden höchstens drei bis vier Lastwagen diese Strecke fahren, außerdem würden diese Fahrten sporadisch ablaufen. Der Projektleiter versprach außerdem, so viele Fahrten wie nur möglich über die parallel zur Autobahn verlaufende Schotterpiste zu organisieren. Zu eventuell auftretenden Schäden der Straße, die die Lastwagen verursachen könnten, sagte er: „Wir haben den derzeitigen Zustand festgehalten, sollte also was kaputt sein, kommen wir selbstverständlich dafür auf.“
Stegherr-Haußmann sieht das Unterfangen dennoch als „hochkritisch, da der Baustellenverkehr unter anderem an einer Straßeneinmündung vorbeifährt, die zu einer Arztpraxis führt“. Diese unübersichtliche Stelle berge ihrer Meinung nach viele Gefahren für Bürger, Anwohner und Patienten. „Vor dem Brückenabriss sind hier jede Menge Fahrzeuge von Streitheim und zurück durchgefahren, das war den Anwohnern schon zu viel.“ Jetzt würden sich breite Lastwagen auf der schmalen Straße durchzwängen. Sogar ein Schwertransport habe bereits den Weg die leichte Anhöhe hinauf nehmen müssen.
Dazu äußert sich Stephan Schmidt vom gleichnamigen Ichenhausener Tonwerk, welches ebenfalls in den Autobahnausbau involviert ist: „Wir mussten ein großes, schweres Bohrgerät an diese Stelle bringen lassen, der Transport hat die üblichen Maße der Verkehrsbedingungen überschritten.“ Eine Ausnahmegenehmigung wurde für diesen Transport eingeholt, denn der durfte nicht einmal ohne Polizeieskorte unterwegs sein. „Das wiederholt sich lediglich noch einmal für den Abtransport des Bohrers“, kündigte Schmidt an.