Johann Kastner ist ein weltweit bekannter Bonsai-Profi. Mit einem Baum zur Hochzeit hat alles angefangen. Heute besitzt er über 1000 Pflanzen


Adelsried. Von der Straße aus sieht man ein hell erleuchtetes Bonsai-Paradies. In Adelsried bei Familie Kastner steht ein kleines Stück Asien. „Es sind über 1000 Pflanzen“, schätzt Johann Kastner. Vor mehr als 30 Jahren hat er sein Hobby entdeckt. Heute ist er ein weltweit anerkannter Experte für die besonderen Bäume.
Als er 1978 seiner Frau zum Hochzeitstag einen Bonsai schenkte, wusste er noch nicht, was er damit in Bewegung setzt. „Es war eine Mädchenkiefer“, erzählt seine Frau Rosa. Das Ehepaar hatte damals noch kein Händchen für die Bäume. In einem Gartenbuch stellten sie fest, dass sie alles falsch gemacht hatten. „Bonsais gehören eigentlich nach draußen“, weiß der Experte seither. Von da an war die Begeisterung losgetreten, „wir beide schleppten ständig neue Pflanzen an“, sagt Rosa Kastner. Auch aus Samen deutscher Bäume könne ein Bonsai entstehen. So benutzen die Adelsrieder für ihre Gestaltung gern einheimische Nadelgehölze. Auch japanische Importware findet sich in ihrem „bayerisch-asiatischen“ Wohnzimmer, wie sie es nennen.
Wer sich den Bonsais beschäftigt, widmet sich einer Kunst. Johann Kastner hat im Laufe der Jahre viel Erfahrung gesammelt. Sein Ruf reicht um die ganze Welt. Immer wieder besuchen ihn Menschen aus der Umgebung, um sich sein Werk anzusehen. Auch ganze Busse mit Interessenten aus aller Welt kommen zum Bonsai-Mann nach Adelsried und erwerben wertvolle Stücke aus seiner Sammlung.
Die Ausstellung ist so groß, dass seine Frau und er Wochen benötigen, um die Pflanzen zum Überwintern unterzustellen.
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