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Neusäss: Die neue Tafel im Klassenzimmer lebt

Neusäss

Die neue Tafel im Klassenzimmer lebt

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    Statt zur Kreide greift Ilona zum Stift.
    Statt zur Kreide greift Ilona zum Stift. Foto: Regine Kahl

    Ausgerechnet die „Zwergenschule“ Täfertingen geht im Landkreis bei den neuen Medien mit Riesenschritten voran. Sie ist eine der ersten Grundschulen mit einem Whiteboard. Es ersetzt im Unterricht für die Zweitklässler die altgediente grüne Kreidetafel. Die digitale Tafel wurde auf Initiative der Schule über Sponsoren finanziert. Die Stadt Neusäß wird zusätzlich in den nächsten Wochen alle fünf Grundschulen und die Mittelschule mit dieser Technik ausstatten.

    Schulleiter Ulrich Hierdeis hat ein Faible für neue Medien und ist daran interessiert, die Schüler damit vertraut zu machen. Eigentlich hätte es ihn selbst gereizt, das Whiteboard im Unterricht einzusetzen, doch er ließ Lehrerin Sonja Sailer den Vortritt. Die Pädagogin gibt zu, dass sie vor den ersten Stunden mit der digitalen Technik „ganz schön Fracksausen“ hatte. Ihre PC-Kenntnisse seien durchschnittlich. Doch die Sorgen machte sie sich umsonst. Nach einer Schulung und vor allem durch Ausprobieren am heimischen Computer klappte alles sehr schnell und gut.

    Am Unterrichtsthema Wasser lässt sich das Whiteboard gut erklären: Schülerin Jenny tippt auf den großen Bildschirm, und es ertönen Wassergeräusche aus dem Haushalt. Die Kinder müssen erkennen, ob es sich um die Toilettenspülung oder um einen tropfenden Wasserhahn handelt. Bilder auf der großen weißen Tafel verraten die richtige Lösung. Die Kreide ersetzt ein Stift, mit dem sich auf der Tafel schreiben lässt. Die Begeisterung der Kleinen an der neuen Technik ist so groß, dass die Finger nur so in die Höhe fliegen.

    Das Whiteboard in Täfertingen hat 4500 Euro gekostet. ASG (Analytik Service Gesellschaft, Täfertingen), Bücher Hiemer Neusäß, Glasbau Seele Gersthofen, Kreissparkasse Augsburg, VR Handels- und Gewerbebank Lech Zusam und zwei Familien aus Täfertingen haben zusammengelegt.

    Schulleiter Hierdeis glaubt, dass viele Kinder gerade über Visualisierung sehr gut lernen. „Dennoch ist das Whiteboard natürlich kein Wundermittel“, sagt der Schulleiter. Es müsse weiterhin auch andere Methoden im Unterricht geben, wie zum Beispiel ein Memory aus Holzteilen, um den Tastsinn zu schulen.

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