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Drei Engel im Küchenfenster

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    Arno und Antje Lindner haben mit Tochter Mina und Philipp an ihrem Haus ein eigenes "Adventstürchen" geschmückt. Es ist Teil des Langenneufnacher Adventskalenders.
    Arno und Antje Lindner haben mit Tochter Mina und Philipp an ihrem Haus ein eigenes "Adventstürchen" geschmückt. Es ist Teil des Langenneufnacher Adventskalenders. Foto: Katja Doblaski

    Das erste und letzte Türchen gestaltet immer das Kinderhaus St. Martin. Die Termine von zwei bis dreiundzwanzig dürfen von allen Familien in Langenneufnach belegt werden. "Dieses Jahr waren schnell alle Termine belegt." Damit hatte die Leiterin des Kinderhauses St. Martin, Claudia Winkler-Eichinger, nicht gerechnet. "Die Teilnahme im letzten Jahr war eher zäh. Wir hatten bereits über eine Absage für dieses Jahr nachgedacht. Doch der Elternbeirat stimmte für die Veranstaltung, auch auf der Gefahr, dass einige Termine unbesetzt bleiben." Doch diese Befürchtungen waren unbegründet.

    "Wir nehmen dieses Jahr zum ersten Mal teil", erzählt Antje Lindner. Jeder, der in Langenneufnach wohnt, darf sich für einen Termin in der Vorweihnachtszeit eintragen. "Niemand wird bevorzugt. Es gilt der Grundsatz, wer zuerst kommt, mahlt zuerst", sagt Claudia Winckler-Eichinger.

    Auch die Gestaltung des Fensters liegt ganz bei den ausführenden Familien. "Unser Fenster könnte man Engels-Express nennen", sagte Antje Linder. Zwei Wochen baute ihr Mann Arno Lindner an der Winterlandschaft und bastelte alles in eigener Arbeit. Über den kleinen Häusern schwebt ein großer Engel. Dazwischen fahren zwei Engelchen auf einem Wagen immer im Kreis aus dem Bild heraus, um auf der anderen Seite wieder hervorzukommen. Sie halten die Zahl 15. Nur das Kinderhaus behandelt in seinem Fenster immer ein bestimmtes Motto. "Wir nehmen immer eine Geschichte oder ein Buch, das wir an der Eröffnung vorlesen", erzählt Claudia Winkler-Eichinger. In diesem Jahr stellt das Türchen das Märchen von den Sterntalern dar.

    Wer mag, serviert bei der Enthüllung seines Fensters Glühwein für die staunenden Besucher. Nach dem großen Zuspruch in diesem Jahr steht einer Fortsetzung der Tradition, die im Jahr 2001 begonnen worden ist, im Jahr 2011 nichts mehr im Wege.

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