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Neubau: Ein Meilenstein in der Dorfgeschichte

Neubau

Ein Meilenstein in der Dorfgeschichte

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    Das neue Gemeinschaftshaus Hennhofen mit Feuerwehrnutzung ist nach fast fünfjähriger Bauzeit fertiggestellt. Mitte Mai wird in dem Ortsteil von Altenmünster groß gefeiert.
    Das neue Gemeinschaftshaus Hennhofen mit Feuerwehrnutzung ist nach fast fünfjähriger Bauzeit fertiggestellt. Mitte Mai wird in dem Ortsteil von Altenmünster groß gefeiert. Foto: Johann Rößle

    Altenmünster-Hennhofen Der kleine Altenmünsterer Ortsteil Hennhofen mit seinen knapp 500 Einwohnern hat nach fast fünfjähriger Bauzeit ein großes Gemeinschaftshaus mit Feuerwehrnutzung fertiggestellt. Die Gerätschaften der Freiwilligen Feuerwehr sind bereits umgezogen, und auch Veranstaltungen fanden in den neuen Räumen schon statt. Die offizielle Einweihung und auch das heuer fällige Fest zum 120-jährigen Bestehen des Feuerwehrvereins sollen in einem dreitägigen Fest im Mai gebührend gefeiert werden.

    Seit Schließung der Dorfwirtschaft vor mehr als 20 Jahren gab es in Hennhofen keinen öffentlichen Ort für die Kommunikation der Bürger. Versammlungen und Wahlen mussten in der alten Feuerwehrgarage oder in einem eigens aufgestellten Zelt abgehalten werden. Die Vereinsverantwortlichen, allen voran der langjährige Erste Vorsitzende der Feuerwehr, Siegfried Skarke (zugleich Zweiter Bürgermeister der Großgemeinde), und der Erste Bürgermeister Bernhard Walter (beide wohnen in Hennhofen) suchten lange nach einer Neubaumöglichkeit. Vor allem auch für das alte, beengte und unzureichende Feuerwehrhaus.

    Im Zuge der Erschließung eines kleinen Baugebietes innerhalb der Dorfgrenzen konnte ein Grundstück für die Feuerwehr reserviert werden. Es sollte kein reines Feuerwehrhaus sein, sondern ein modernes Gebäude mit Feuerwehrstellplatz und Kommunikationsräumen für den ganzen Ort sollte gebaut werden. Das war der Wunsch vieler Ortsbewohner. Die Freiwillige Feuerwehr Hennhofen bildete einen Bauausschuss zur Umsetzung. Nach umfangreichen Planungen über verschiedene Gebäudemodelle erfolgte der Baubeginn im Sommer 2007. Die Ausschreibungen tätigte die Gemeinde Altenmünster, die auch Eigentümer des Grundstückes und des Gebäudes ist.

    Unter der Regie der Feuerwehr halfen nach dem Spatenstich im Juli 2007 viele engagierte Bürgerinnen und Bürger tatkräftig bei der Erstellung mit. Laut Finanzierungsplan mussten annähernd 20000 Stunden in Eigenleistung erbracht werden, um die Finanzobergrenzen einzuhalten. Zur Gesamtfinanzierung von knapp einer halben Million Euro trägt die Gemeinde Altenmünster, der Landkreis Augsburg für die Feuerwehrstellplätze, das Amt für ländliche Entwicklung für die Dorfentwicklung und auch in hohem Maße der Feuerwehrverein Hennhofen bei.

    Vor fünf Jahren wurde mit über 5000 Stunden Eigenleistung zunächst der Rohbau erstellt. 2008 begann der Innenausbau in der Fahrzeughalle. Sanitär- und Elektroinstallationen wurden ebenso ausgeführt und der Erdkollektor für die Wärmepumpen verlegt. 2009 konnte der Innenputz angebracht werden, und es erfolgte die Heizungsinstallation. Dazu mussten über 4000 Meter Fußbodenheizungsrohre verlegt werden. Danach erfolgte die Einbringung des Estrichs, und es wurde mit den Fliesenarbeiten begonnen. Der Innenausbau mit aufwendigen Deckenkonstruktionen im Obergeschoss konnte im Jahre 2010 fertiggestellt werden. Ferner erfolgte die Anbringung des Außenputzes. Im Jahre 2011 wurde der Innenausbau des Erdgeschosses samt Decken und Böden in Angriff genommen. Auch in dem 120 Quadratmeter großen Veranstaltungssaal erfolgten der Deckeneinbau und die Verlegung des Fußbodens. Für die Küche wurde eine Lüftung eingebaut und der aufwendige Kücheneinbau begonnen. Heuer wurde jetzt die Küche komplettiert, Geländer montiert, noch Verblendungen angebracht und sonstige Restarbeiten erledigt.

    „Es erfüllt uns mit Stolz und Hochachtung vor den Helfern, Spendern und sonstigen Unterstützern, das sehr ehrgeizige Projekt Gemeinschaftshaus mit Feuerwehrnutzung in der heutigen Ausführung zu sehen“, sagt der Zweite Vorsitzende der Feuerwehr, Stefan Litzel. „Deutlich über 18000 ehrenamtlichen Stunden wurden dafür bisher geleistet, und nicht unerhebliche Spenden von wohlgesonnenen Mitbürgern sind darin verbaut. Insgesamt haben 138 freiwillige Helfer mitgearbeitet, und 56 Firmen, Bürgerinnen und Bürger haben Sach- oder Geldspenden geleistet. Es gab da so manche Hürde zu nehmen, doch das Ergebnis, so glaube ich, kann sich sehen lassen“, betont Litzel. Zwar bereiteten Kostensteigerungen bereits beim Rohbau den Verantwortlichen lange Zeit große Sorgen, aber durch Einsparungen in anderen Gewerken und Verlängerung der Bauzeit zur Erhöhung der Eigenleistung konnte davon ein Teil kompensiert werden. (jr)

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