Von Simone Kuchenbaur
Stephan Schmidt aus Emersacker sammelt Elefanten. Im Haus tummeln sie sich überall: in Form einer Gießkanne, auf den Kaffeetassen, als Parfüm-Flakon, auf dem Toilettenpapier und der Bettwäsche, als Likör, Bier, Hausschuhe, auf dem Duschkopf, als Schmuck oder in Form eines Kondoms. Sogar Elefanten-Tattoos hat der Fan der Dickhäuter, der seit 2008 im Holzwinkel lebt. „Es gibt nichts, was es nicht gibt“, meint Schmidt lachend.
Als Kind fiel er in den Graben am Elefantengehege
Als Kind lebte Schmidt in Stuttgart und war oft in der Wilhelma – Stuttgarts berühmten Tierpark – zu Gast. Im Alter von zehn Jahren fiel Schmidt in den Graben am Elefantengehege. Laut einem Tierpfleger hat er sein Leben einer Elefantendame, die ihn vor den anderen Elefanten beschützte, zu verdanken. So begann Schmidts Liebe zu den Elefanten. Seine erste Figur kaufte er in Utting am Ammersee in einem Kramerladen. Hunderte von Elefanten haben seitdem seine Sammlung erweitert. Beim Umzug trennte er sich von den nicht ganz so wertvollen Stücken. Denn seine Frau kann Elefanten fast nicht mehr sehen und hat den Sammelwahn gestoppt.
„Mein kostbarster Elefant ist vermutlich von Swarowski“, erzählt Stephan Schmidt und schätzt den Wert auf rund 2000 Euro. Besondere Wünsche, was Elefanten angeht, hat der 56-Jährige, der seit 30 Jahren in München Taxi fährt, nicht mehr. Höchstens mal nach Afrika. Doch die Traumreise scheiterte bislang an den Finanzen. Zumindest hat der Münchner eine Elefanten-Patenschaft und unterstützt so ein Projekt für Elefantenwaisen in Afrika.