Meitingen Naturverbunden war der Kindergarten Meitingen schon immer. Doch seit diesem Jahr geht man mit dem Projekt „Bildung durch nachhaltige Entwicklung“ noch einen Schritt weiter. Schon die Kleinsten sollen die Natur zu schätzen wissen und auch begreifen, dass unsere Ressourcen nicht uneingeschränkt vorhanden sind.
Am Beispiel der Apfels wurde den Kindern über alle vier Jahreszeiten hinweg verdeutlicht, was es heißt, mit und von der Natur zu leben. Es wurden verschiedene Apfelsorten vorgestellt und verkostet, denn Apfel ist nicht gleich Apfel.
Die Bäume im Kindergarten wurden genau beobachtet und bei sehr heißer Witterung auch mit Wasser bedacht.
Endlich war es nun so weit: Die Ernte stand an, und zusammen mit ihren Erzieherinnen haben die Kinder die Schätze der Natur in große Säcke verstaut. Auch im angrenzenden Johannesheim durften die schwer beladenen Apfelbäume geschüttelt werden. Dann ging es daran, die leckere Ernte haltbar für den Winter zu machen. Die Kinder entschieden sich dafür, die Äpfel in süßen Saft verwandeln zu lassen. 25 Vorschulkinder machten sich auf den Weg nach Herbertshofen zum Obst- und Gartenbauverein. Zusammen mit dem Ehrenvorsitzenden Siegfried Wagner gingen sie der Frage auf den Grund, wie der Saft aus dem Apfel und in die Flasche kommt. Aus ihrer reichen Ernte von 417 Kilo nahmen sie dann 340 Liter gesunden Saft für den Kindergarten mit zurück.
Dass man aus den Früchten nicht nur Saft machen kann, werden die Kinder in den nächsten Wochen beim Backen und Kochen noch ausgiebig kennenlernen. Und wenn erst die Bratäpfel ihren verführerischen Duft im Kindergarten verbreiten, wird für die Buben und Mädchen ein spannendes Apfeljahr zu Ende gehen. (AL)