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Versammlung: Friedhof erhält neue Ausstrahlung

Versammlung

Friedhof erhält neue Ausstrahlung

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    Im Jahr 2010 (unser Archivbild) wurde am Friedhof gebaut.
    Im Jahr 2010 (unser Archivbild) wurde am Friedhof gebaut. Foto: Foto: Andreas Lode

    Kutzenhausen-Agawang Der Friedhof in Agawang wird im östlichen Teil neu gestaltet. Das erklärte Bürgermeisterin Silvia Kugelmann jetzt etwa 50 Bürgern des Ortsteils auf einer Infoveranstaltung. Durch die Verrohrung des Schüttgrabens, der unter der Kreisstraße A3 und den Friedhof führt und im vergangenen Jahr wegen Einsturzgefahr völlig ausgewechselt werden musste, war der Friedhof teilweise eine riesige Baustelle. Jetzt, nach Abschluss der Erdarbeiten, kann die Gestaltung der Außenanlagen in Angriff genommen werden.

    Silvia Kugelmann zeigte anhand von Fotos, wie die Bauarbeiten zwischen August und November vergangenen Jahres vorgingen. Der alte Kanal hatte sich im Laufe der Jahre eiförmig verschoben und war teilweise eingebrochen. „Nicht auszudenken, wenn er eingebrochen wäre und sich die Kreisstraße abgesenkt hätte“, sagte die Bürgermeisterin. Die Bodenverhältnisse waren extrem schlecht, Gussrammpfähle mussten teilweise bis zu einer Tiefe von 14 Metern eingeschlagen werden. Mit Vakuumpumpen musste das Wasser aus dem torfartigen Boden aufgesaugt werden. Auch der Keller der alten Molkerei wurde bei der Gelegenheit abgetragen. Die Kosten für den Kanalaustausch betragen rund 282000 Euro, zusätzlich muss die Gemeinde etwa 105000 Euro für Nebenarbeiten aufwenden.

    Landschaftsplaner Hans Marz möchte nun im neuen Friedhofsbereich zwischen den vier neuen Grabreihen niedrige Strauchhecken pflanzen, der Rest bleibt Grünfläche. Im Osten könnte eine Behelfsausfahrt mit Tor angelegt werden. Innerhalb des Friedhofs soll ein geschwungener Weg die Erschließung sichern, eine Wasserstelle und Ruhebänke könnten einen schlichten und ruhigen Akzent setzen. Im Nordosten sei – falls gewünscht – Platz für eine Urnenwand oder Stelen. Für Urnenbestattungen seien aber auch kleine Erdgräber oder steinerne Namensplatten im Rasen möglich, regte Marz an.

    Mauer mit Ziegeleindeckung

    Zur Straße hin sei eine etwa 1,2 bis 1,3 Meter hohe Mauer mit Ziegeleindeckung – ähnlich wie beim Pfarrheim – sinnvoll. Der Friedhof sollte mit nicht zu hohen und gut zu pflegenden Strauchgehölzen begrünt werden. Um den Eingangsbereich aufzuwerten, schlug Marz vor, hier mit Granitsteinen aufzupflastern und durch markante aber nicht zu große Bäume Akzente zu setzen. Das Buswartehäuschen sollte eher ein schlichtes Gebäude sein und die Pkw-Stellplätze auf fünf Meter Tiefe begrenzt werden.

    In der anschließenden Diskussion ging es dann um die Zahl der Parkplätze, die Schulweghelfer-Schilder, das Bushäuschen und darum, ob ein Zaun um den Friedhof nicht sinnvoller sei. Zum letzten Punkt zeichnete sich ab, dass viele Agawanger für eine Umgrenzung plädieren, weil dadurch Verkehrslärm abgehalten werde und dem Ort eine gewisse Stille verleihe. Ein Bürger bat, die Wege im Friedhof für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen gut nutzbar zu machen. (mon)

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