Adelsrieder haben jetzt endlich Zugang zum schnellen Internet


Adelsried „Für uns war der DSL-Ausbau extrem wichtig“, sagt Simone Schmid vom gleichnamigen Adelsrieder Tagungshotel an der Augsburger Straße und ist froh, dass der Kooperationsvertrag der Holzwinkelgemeinden mit dem Binswangerer Anbieter mic-dsl nun zu einem erfolgreichen Ende gekommen ist. Adelsried ist ab sofort an das leistungsstarke V-DSL angeschlossen (siehe Infokasten).
Simone Schmid leitet gemeinsam mit ihrer Mutter Emmi das Hotel, welches seit über 50 Jahren als Familienbetrieb geführt wird. „Firmen erwarten heutzutage, dass ein Tagungshotel entsprechenden Internetanschluss zu bieten hat, bei uns war es oft so, dass am Abend, wenn die Geschäftsleute mehr oder weniger gleichzeitig ihre Mails abgerufen haben, unsere Leitung total lahmgelegt war“, berichten Mutter und Tochter unisono. Und das, obwohl die Familie Schmid für teures Geld bei der Telekom eine Standleitung mit zwei MBit/s legen ließ. Doch auch das hatte letztendlich für heutigen Standard nicht ausgereicht.
Bürgermeisterin Erna Stegherr-Haußmann weiß aus einer in 2008 initiierten Bedarfsanfrage, dass die beiden Frauen nicht allein waren mit ihrer Forderung an die Gemeinde, doch endlich für adäquate Internetanschlüsse zu sorgen. „Unser Problem war zunächst das Auswahlverfahren, denn die darin angegebene Leistung von einem Mbit hat praktisch jeder Anbieter erfüllen können, uns aber nicht weitergeholfen“, erzählt sie. Erst eine zweite Ausschreibung im Jahr 2010 habe zum Vertrag mit mic-dsl geführt.
Tobias Miessl von mic-dsl kann die vertragliche Zusage, bis zum Jahresende den Holzwinkel ans schnelle Netz angeschlossen zu haben, einhalten. „Alles ist glatt verlaufen, auch wenn wir zum Beispiel in Adelsried nur im horizontalen Spülbohrverfahren durchgekommen sind“, so der Binswanger Unternehmer. Dies sei ein Verfahren, welches erlaube, mit nur minimalen Oberflächenschäden rund zehn Zentimeter schmale Leerrohre unter der Erde zu verlegen. Lediglich Markierungspunkte auf dem Asphalt oder Boden verraten den Verlauf der Arbeiten. „Ungefähr alle 100 Meter brauchen wir eine kleine Montagegrube von einem Meter Durchmesser“, so Miessl weiter.
Inzwischen gehören Leerrohre zum Standard
Im Gewerbegebiet „Flurstraße“ habe man, wie zum Tagungshotel auch, direkte Glasfaserkabelanschlüsse gelegt. Erna Stegherr-Haußmann hofft jetzt, „dass die Menschen das Angebot auch nutzen, denn es steckt seitens der Gemeinde viel Herzblut darin, DSL hatte bei mir Priorität Nummer eins“. Inzwischen plane man gleich zukunftsorientiert: „Im neuen Baugebiet ließen wir gleich Leerrohre mit verlegen, um für zukünftige Anforderungen gewappnet zu sein.“
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: