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07. Dezember 2011 23:00 Uhr

Neuwahlen

Generationswechsel beim Musikverein Aystetten

Peter Hartung gibt den Vorsitz nach 18 Jahren an Annette Nußbaumer ab. Suche nach neuem Dirigenten Von Helene Weinhold

Sie stehen für den Generationswechsel an der Spitze des Musikvereins Aystetten (von links): Sandra Novak (2. Vorsitzende), Philipp Bergmeir und Bernhard Tetzlaff (Beisitzer), Annette Nußbaumer (Vorsitzende), Michael Nußbaumer (Schriftführer), Yasemin Tezcan (Jugendvertreterin), Maria Rittel (Kassenverwalterin), Lisa Hartung (Jugendvertreterin) sowie Tobias Walter (Beisitzer, vorne).
Foto: Helene Weinold

Aystetten Zwei Schwestern leiten künftig den Musikverein Aystetten: Annette Nußbaumer wurde bei der Jahreshauptversammlung zur Vorsitzenden gewählt und löst damit Peter Hartung ab, der dem Verein 18 Jahre lang vorstand. Ihre Zwillingsschwester Sandra Novak wurde zur zweiten Vorsitzenden bestimmt. Dieses Amt hatte bisher Marcus Schwegler inne, der zugleich die Blaskapelle des Vereins als Dirigent leitete. Weil zusammen mit Peter Hartung und Marcus Schwegler auch alle anderen Vorstandsmitglieder sich nicht mehr zur Wahl stellten, um jüngeren Nachfolgern Platz zu machen, wurden die übrigen Vorstandsposten ebenfalls neu besetzt (siehe Info).

Auch nach einem neuen Dirigenten sucht der Verein. Marcus Schwegler hatte die Leitung des Blasorchesters nach dem Rückzug von Reinhard Grob vor einem Jahr übergangsweise übernommen. Er erklärte aber, den Dirigentenstab abgeben und künftig wieder mehr selbst musizieren zu wollen.

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Derzeit gehören dem Musikverein 112 Mitglieder an, von denen 49 aktiv musizieren. Dass diese Zahlen deutlich unter denen des Vorjahrs – 128 Mitglieder, davon 59 Aktive – liegen, begründete Peter Hartung damit, dass viele „Karteileichen“ aussortiert worden seien, aber keine neuen Mitglieder in den Verein eingetreten seien.

In seinem Jahresbericht erinnerte der scheidende Vorstand an die beiden Herbstkonzerte 2010 und 2011, an die sommerliche Serenade zusammen mit der Schule für Musik und Bewegung, an das Teichfest des Vereins sowie an Auftritte bei verschiedenen Anlässen. Dass auch Geselligkeit und Kameradschaft im Vereinsjahr nicht zu kurz kommen, ging aus dem Bericht der Jugendvertreterin Eva Ruoff hervor, die den gemeinsamen Skiausflug, das Weinfest, bei dem der Musikverein mit einem Stand vertreten war, und das Probenwochenende am Ammersee Revue passieren ließ.

Nachwuchsförderung bleibt ein Hauptthema beim Musikverein Aystetten. Derzeit sind 13 Jungmusiker in Ausbildung, wie Peter Hartung aufzählte: vier Klarinetten- und Saxofonschüler bei Michael Mercineri, ein Querflötenschüler bei Mandy Winter, vier Trompetenschüler bei Richard Hann und vier Schlagzeugschüler bei Mathias Mercineri. „Um eine preiswerte Ausbildung zu gewährleisten, sind wir auf Zuschüsse der Gemeinde und Erlöse aus den Altpapiersammlungen dringend angewiesen“, erklärte Hartung.

Die Ausbildungskosten belaufen sich derzeit auf rund 14500 Euro jährlich und werden durch die Gebühren, die den Instrumentalschülern berechnet werden, nicht einmal zur Hälfte gedeckt, wie Kassenverwalter Claus Panzer berichtete. Hohe Ausgaben fallen auch für Trachten, Noten und Instrumente sowie für Beiträge an den Allgäu-Schwäbischen Musikbund (ASM) an, so Panzer.

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