Stadtbergen Das Datum hätte passender nicht sein können: Genau am Florianstag, 4. Mai, dem Gedenktag für den Schutzpatron der Feuerwehr, hat die Stadt Stadtbergen erstmals eine große Ehrung für die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren von Stadtbergen, Leitershofen und Deuringen organisiert.
Im Bürgersaal würdigte Bürgermeister Paul Metz – im Beisein seiner Stellvertreter Anita Pfaff und Paul Reisbacher, den Fraktionsvorsitzenden sowie der Verwaltung mit Holger Klug an der Spitze – mehr als 70 verdiente Kameraden. Sie durften sich nicht nur über Urkunden und Nadeln freuen, sondern auch über die Comedy-Einlage von Überraschungsgast Silvano Tuiach, die klassischen Klarinettentöne des Augsburger Ensembles KlariVari und die kulinarischen Genüsse aus dem Restaurant Hopfengarten.
Feuerwehr entwickelt sich zur Universalwehr mit Spezialisten
In seiner Ansprache betonte Metz den gefahrvollen Dienst und die große Belastung, denen Feuerwehrleute ausgesetzt seien. „Jeder Handgriff muss sitzen, einen klaren Kopf gilt es zu bewahren – gerade in unübersichtlichen Situationen, in größter Anspannung, unter Stress, wenn andere kopflos sind und wie gelähmt.“ Zur Entwicklung der drei örtlichen Feuerwehren, deren Gründung im Schnitt 140 Jahre zurückliegt, meinte der Rathauschef, der klassische Gegner, das Feuer, sei heute nicht mehr der einzige Gegner. Aus der klassischen Feuerwehr werde zunehmend eine Universalwehr, die Spezialisten und viele Stunden der Weiterbildung erfordere.
Das zusätzliche Problem, Nachwuchs zu finden, sei man mit der Gründung der Jugendfeuerwehren angegangen. „Durch die Nachwuchswerbung sind inzwischen viele Mädchen und Jungen mit Feuereifer dabei. Bei der Jugendfeuerwehr werden sie gefordert und sie haben Erfolgserlebnisse“, sagte Metz, der im Anschluss an seine Worte persönlich die Auszeichnung der aktiven und passiven Mitglieder übernahm.
Moderatorische Unterstützung bekam er hierbei von der Stadtberger Standesbeamtin Brigitte Kuffend. Gestaffelt wurde nach zehn, 20, 25, 30 und 40 Jahren Feuerwehrdienst, wobei bei passiven Mitgliedern mindestens 50 Prozent der Dienstjahre aktiv geleistet sein müssen. Vorstände wurden aufgrund ihrer höheren Verantwortung wie aktive Feuerwehrleute betrachtet. Darüber hinaus hat die Stadt im ersten Jahr dieser Veranstaltung alle passiven Mitglieder, die 40 Jahre und länger im Dienste der Feuerwehr standen, eingeladen.
Einen solchen Ehrenabend, wenngleich in kleinerer Form, soll es künftig jedes Jahr geben. Wie der Rathauschef erklärte, habe es schon vor zwei Jahren die Diskussion gegeben, man solle für die Feuerwehrleute eine ähnliche Veranstaltung wie für die Sportler der Stadt durchführen. Kreisbrandmeister Jürgen Breu habe dann erneut das Anliegen an den Bürgermeister herangetragen, der gemeinsam mit Ordnungsamt, Feuerwehrkommandanten und -vorsitzenden den Rahmen abgestimmt habe.