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Emersacker: Kein Trinkwasser im Kindergarten

Emersacker

Kein Trinkwasser im Kindergarten

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    Am Kindergarten Emersacker gibt es mehrere Mängel. Er ist seit 1985 im ehemaligen Kloster untergebracht.
    Am Kindergarten Emersacker gibt es mehrere Mängel. Er ist seit 1985 im ehemaligen Kloster untergebracht. Foto: Simone Kuchenbaur

    Als aus einem Wasserhahn im Kindergarten Emersacker kürzlich rostiges Wasser floss, musste die Gemeinde sofort reagieren: Sie veranlasste eine Laboruntersuchung, die Kinder bekommen zur Sicherheit bis auf Weiteres nur noch Leitungswasser. Die Experten des Landrats- und Gesundheitsamts waren eigentlich mit Bürgermeister Michael Müller im Kindergarten, um über einen möglichen Umbau zu sprechen. „Dazu braucht man auch einen Hygieneplan“, erklärt Müller. Doch dann kam das akute Wasserproblem dazwischen.

    Mittlerweile kann der Bürgermeister schon teilweise Entwarnung geben: „Vom Biologischen her ist das Wasser in Ordnung.“ Das Ergebnis der chemischen Untersuchung erwartet er am Montag. Müller hat auch schon eine Vermutung, woher die Verfärbung kommen kann: Als man vor 30 Jahren den Kindergarten gebaut hat, seien verzinkte Rohrleitungen Standard gewesen. Und da könnte es eine Rost-absetzung geben. Die Erzieherinnen hätte bisher aber noch nie Verfärbungen des Wassers festgestellt.

    Doch das sind nicht die einzigen Probleme. In der Gemeinderatssitzung erklärte der Bürgermeister, dass der Kindergarten angesichts der zahlreichen Einzelbeanstandungen eigentlich geschlossen werden müsse. Zum Beispiel sei der Holzfußboden problematisch, da er nicht optimal gereinigt werden kann. Für die Kinder gibt es außerdem nicht ausreichend Toiletten. Die Fenster sind nur einfach verglast und benötigen dringend einen Splitterschutz. Ganz deutlich sei geworden, dass das Kloster für den Kindergartenbetrieb nicht geeignet ist. „Wir müssen uns schneller, als uns lieb ist, nach Alternativen suchen“, resümierte der Bürgermeister in der Sitzung relativ ernüchtert.

    Auf Nachfrage teilte der Bürgermeister mit, dass diese Überprüfung des Kindergartens erstmals seit der Eröffnung 1985 stattgefunden habe. Es gebe nun ein ganzes Paket an Sofortmaßnahmen. Und dann muss der Gemeinderat bald entscheiden, wie es mit dem Kindergarten weitergehen soll. Denn die Einrichtung, die im ehemaligen Kloster untergebracht ist, muss generalsaniert werden. Doch die Frage sei, ob das denkmalgeschützte Gebäude überhaupt auf den heutigen pädagogischen Stand gebracht werden kann, sagt Müller. Im Zuge dieser Prüfung war auch die Fachaufsicht zu Gast und stellte das Wasserproblem fest. Die Alternative zur Sanierung wäre, den Kindergarten in der Schule mit unterzubringen. Dort befindet sich auch schon die Krippe für die kleineren Kinder. „Das hätte den Charme, dass wir alles unter einem Dach hätten“, sagt Müller. „Ein richtiges Kinderhaus.“ Auch bei einer Generalsanierung müssten die Gruppen übergangsweise erst einmal umziehen. Auch bei der Krippe tut sich was. Bisher gibt es nur eine Gruppe, doch der Bedarf ist höher. Die Förderung für eine zweite Gruppe ist schon beantragt. Bis Ende 2017 soll sie fertig sein.

    Im Gemeinderat ging es dann auch noch um die Elternbeiträge für das Kinderhaus. Im Kindergarten werden die Gebühren um zehn Euro und in der Krippe um 20 Euro je Buchungszeit erhöht. Danach soll dann jährlich eine Anpassung der Beiträge (Erhöhung um drei Prozent) stattfinden. Der Gemeinderat stimmte für die Gebührenerhöhung.

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