Jiddische Klezmer-Musik und Dirndl – passt das zusammen? Offensichtlich...

..., denn ein Wochenende lang spielten rund 120 Bläser und Streicher aus ganz Schwaben nicht nur traditionelle Tanzmusik, melodische Weisen und Instrumentalstücke aus alten Handschriften, sondern versuchten sich auch an Klezmer, Ragtimes und Volksmusik aus anderen Ländern.
Evi Heigl und Christoph Lambertz von der Volksmusikberatungsstelle des Bezirks Schwaben hatten das Seminar im Bruder-Klaus-Heim in Violau organisiert und zehn renommierte Musiker als Referenten gewonnen. Überwiegend mit den Streichern musizierten Evi Heigl selbst, Anette Faßl, Dominik Hufnagl, Hansjörg Gehring und Johannes Paul Gräßer. Die Bläser wurden von Christoph Lambertz, Rudolf Bär, Elmar Walter, Uwe Rachuth, Ralph Mocker, Werner Aumüller und Harmut Betz unterrichtet. Immer wieder trafen sich Bläser und Streicher aber auch zum gemeinsamen Musizieren im Ballorchester oder in den Klezmer-Workshops von Johannes Paul Gräßer.
Das Angebot an Workshops war breit gefächert: Da wurden mit Evi Heigl Zwiefache gesungen und gespielt, Werner Aumüllers neue Blasmusik-Arrangements ausprobiert oder mit Anette Faßl feierliche Streichmusik einstudiert.
Darüber hinaus vermittelten Hansjörg Gehring den Kontrabassisten, Ralph Mocker und Elmar Walter den Tiefblechbläsern, Werner Aumüller den Trompetern und Hartmut Betz den Klarinettisten Tipps und Tricks für ihre musikalische Praxis.
Dass Singen auch Jugendlichen Spaß machen kann, bewies Christoph Lambertz mit einigen Liedbeispielen zum Weitervermitteln, und dass Musikanten durchaus tanzfreudig sind, zeigte sich, als Uwe Rachuth mit einer großen Gruppe einen amerikanischen Line-Dance einübte. Entsprechend abwechslungsreich war auch der Bunte Abend, den Kursleiter und Teilnehmer mit den Ergebnissen ihrer Arbeit gestalteten. Von A wie Aichacher Tänze bis Z wie Zwiefache reichte das Programm, das erst gegen ein Uhr morgens mit einer Française endete. (hwe)
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