Diedorf Erstaunlich viele Besucher waren am Wochenende angesichts der vielen Veranstaltungen, darunter das Fußball-Pokalfinale, der Einladung des Musikvereins Diedorf in die Schmuttertalhalle gefolgt. Darüber freuten sich der Zweite Bürgermeister Peter Högg und die Bezirksvorsitzende des ASM 15, Angela Ehinger.
Das Frühjahrskonzert mit dem Schülerorchester, der Jugendkapelle und der großen Musikkapelle war gespickt mit außergewöhnlichen Stücken. Über 110 Musikerinnen und Musiker, davon 45 Nachwuchstalente, traten vor ein erwartungsvolles Publikum. Das Schülerorchester unter der Leitung von Roland Dworschack hatte mit „Olympic Tune“ den passenden Einstieg in das über zweistündige Konzert geboten. Drei Stücke aus „Harry Potter und der Feuerkelch“ folgten. Zum Schluss ernteten die Schüler mit „YMCA“ von Village People viel Applaus.
Mit einem lauten Auftakt stellte sich die Jugendkapelle unter der Leitung von Markus Meyr-Lischka vor: Sie hatten „Festival Overture“ einstudiert, ein schwieriges Stück, mit dem sie bei den Wertungsspielen am 7. Juli in Gersthofen in den Wettbewerb treten werden. „A Day Of Hope“ begann mit einem Trompetenauftakt, unterstützt von Trommeln und Klarinetten.
Mit „A Window Of The World“ gelang dem Jugendorchester eine große Überraschung, denn afrikanische Klänge mit wunderbarer Trommelunterstützung und toller Percussionrhythmik sind für Blasmusik eher ungewöhnlich. Mit einem Medley zum Musical „Phantom Of The Opera“ entführte das Jugendorchester das Publikum in die Unterwelt der Pariser Oper.
Nach der Pause betraten die fast 70 Musiker des Musikvereins Diedorf die Bühne. Die Musikerinnen strahlten in ihren nagelneuen Dirndln, die am Samstag Premiere hatten. Zuständig für die Auswahl der Stoffe, Schnitte und die gesamte Organisation der „Mission Dirndl“ waren Traudl Kugelmann, Sonja Kugelmann, Saskia Mayer und Stefanie Neuz-Attar.
Auch das musikalische Programm der großen Musikkapelle war vom Feinsten: Die „Sinfonischen Tänze“ aus Anatevka wurden vor allem von den Klarinetten dominiert und wunderbar interpretiert. Mit „Arabesque“ gelang der Musikkapelle ein Schwenk in die orientalische Musik, die an Schlangenbeschwörung, Bauchtanz und Karawanenzug erinnerte. Ein musikalisches Schmankerl war zweifellos der „Florentiner Marsch“. Er war mediterran angehaucht, Sirtaki-Rhythmen ließen die Füße mitwippen, die Hände mitklatschen und den Dirigenten Georg Miller zur Höchstform auflaufen.