Der ursprünglich von der Mehrheit der Gemeinderäte favorisierte Entwurf des Neusässer Architekturbüros Wunderle wird verwirklicht, wie der Rat in jüngster Sitzung entschied.
Modern, hell und mit offenem Innenraum und dem Sarg als Mittelpunkt überzeugte der Vorschlag und erhielt die meisten Stimmen. Durch den Neubau statt der anfangs diskutierten Sanierung des bestehenden Gebäudes können ein behindertengerechter Zugang ohne Stufen sowie die notwendigen Aufenthalts- und Geräteräume problemlos realisiert werden. Das Kupferdach mit Glockenturm wird sich, so die Überzeugung der Räte, gut in das Gesamtbild einfügen.
Damit steht dem geplanten Baubeginn im Frühjahr nichts mehr im Wege. Nach der Ausstellung aller eingegangenen Entwürfe im Rathaus hatte der Bauausschuss eine Vorauswahl getroffen, die im Rahmen der Bürgerversammlung in Achsheim zur Diskussion gestellt worden war. Dort wurden die unterschiedlichen Vorschläge intensiv diskutiert, woraufhin der Architekt zwei weitere Dachvorschläge für den vom Gemeinderat favorisierten Entwurf anfertigte: einen mit Zeltdach und Ziegeldeckung, einen mit Walmdach, aufgesetztem Giebel und Oberlicht. Diese Dachform biete aber keinen Raum mehr für die Glocke, die separat beispielsweise in einem Metallturm stehen müsste, wie der Architekt erläuterte.
Das Zeltdach erschien den meisten Räten zu klobig. Peter Stuhlmüller (FWV) setzte sich für den ursprünglichen Entwurf ein, ebenso Lorenz Dirr (FWV). Die Vertreter des Pfarrgemeinderates, die zur der Sitzung des Gemeinderats gekommen waren, und die Bürgermeister Jürgen Gilg vor der Abstimmung um ihre Meinung bat, unterstützten ebenfalls diese Variante. Dem schloss sich die Mehrheit der Räte mit den Gegenstimmen von Siegbert Friedel (CSU) und Rita Kranzfelder (CSU) an. (sdk)