Zusmarshausen Der alte Ortskern von Zusmarshausen soll besonders schön werden. Bürgermeister Albert Lettinger gab in der jüngsten Sitzung des Marktrats bekannt, dass beim Ausbau der Burg- und Webergasse ein sogenannter städtebaulicher Mehraufwand, das heißt eine Förderung ohne Baualterbeschränkung, geltend gemacht werden kann. Die Straßen befinden sich im Gebiet des alten Ortskerns im Zentrum Zusmarshausens. Deshalb plant die Gemeinde einen höherwertigen Ausbau, beispielsweise wird es einen gepflasterten Gehweg anstelle eines asphaltierten geben und mehr Grünflächen.
In Zusmarshausen hat es solch einen höherwertigen Ausbau bereits in der Wertinger Straße, der Schlossstraße und der Ulmer Straße gegeben. Der Markt hat hier die Kosten übernommen, die von der Städtebauförderung bezuschusst wurden, ohne sie auf die Anlieger umzulegen. Im Fall der Burg- und Webergasse übernimmt der Markt nun 160000 Euro für den Mehraufwand.
„Kultur muss nicht automatisch defizitär sein“, betonte Walter Aumann als Sprecher des Kulturkreises „ZusKultur“ angesichts der Bilanz für 2011, die er dem Marktrat erläuterte. Immerhin rund 3000 Euro hat der Kulturkreis mit den verschiedenen Events erwirtschaftet. Der Veranstaltungskalender war sehr vielfältig: Ende Januar spielten beispielsweise die „Biermösl Blosn“ eines ihrer letzten Konzerte im Schlossgasthof Strasser. Außerdem hatte der Kulturkreis im Oktober den Kabarettisten Silvano Tuiach nach Zusmarshausen geholt. „Unser größtes Event mit bis zu 6000 Besuchern war jedoch ohne Zweifel das Schlossfest“, so Aumann. Neben der Geschichte und dem Bauwerk selbst hat wohl besonders das vielfältige Rahmenprogramm gelockt. „Trotzdem wollten wir keinen Eintritt verlangen“, betonte Aumann. Der finanzielle Aufwand wurde deshalb mit Spenden in Höhe von 11320 Euro bewerkstelligt. Abschließend bedankten sich die Fraktionen bei Aumann und sagten, dass sein persönliches Engagement im Namen der Kultur ein großer Gewinn für Zusmarshausen sei.
Gebühren für die Musikschule werden leicht erhöht
Wie vor wenigen Wochen die Gemeinde Horgau, so hat nun auch Zusmarshausen einer Gebührenerhöhung für die Sing- und Musikschule Zusmarshausen-Horgau beschlossen. „Die letzte Änderung erfolgte 2003, seitdem ist das Defizit gestiegen“, erklärte Bürgermeister Lettinger. Der Preis für Gruppen- und Einzelunterricht wurde leicht angehoben, die Ensembles, Chöre und Orchester bleiben weiter kostenlos. Das Honorar für freie Mitarbeiter wurde ebenfalls angehoben. (ankl)