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Fortsetzung: Nach der Orgel kommt das Dach dran

Fortsetzung

Nach der Orgel kommt das Dach dran

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    Auf der Empore der Pfarrkirche St. Johannes Baptist wird die aus dem Jahre 1952 stammende Orgel zurzeit renoviert. Insgesamt 1300 Orgelpfeifen wurden ausgebaut und repariert.
    Auf der Empore der Pfarrkirche St. Johannes Baptist wird die aus dem Jahre 1952 stammende Orgel zurzeit renoviert. Insgesamt 1300 Orgelpfeifen wurden ausgebaut und repariert. Foto: Monika Hupka-Böttcher

    Gessertshausen-Dietkirch Josef Trometer ist seit 1988 Kirchenpfleger der Pfarrkirche St. Johannes Baptist, von St. Leonhard in Gessertshausen und von St. Peter und Paul in Wollishausen, und somit bald 25 Jahre in Amt und Würden. Und fast genauso lange hat er sich immer wieder um Sanierungen und Renovierungen rund um die Pfarrkirchen, den Pfarrhof und das Pfarr- und Jugendzentrum im Gessertshauser Ortsteil Dietkirch kümmern müssen. Nun stehen wieder größere Baumaßnahmen ins Haus.

    Schnee fällt auf den Dachboden

    Das Kirchendach der 1728 eingeweihten Kirche St. Johannes Baptist ist undicht, im Winter fällt Schnee auf den Dachboden. „Bisher hab’ ich den Schnee immer weggeräumt. Doch die Gefahr, dass irgendwann Feuchtigkeit in die Decke eindringt, ist groß“, fürchtet Trometer. Deshalb wird ab Mai, wenn die Kirche eingerüstet ist, das gesamte Dach neu mit „Kirchenbiberschwanz-Dachziegel“ eingedeckt. Optisch passt diese Eindeckung dann sehr gut zum Pfarrhof und Jugend- und Pfarrzentrum.

    Zurzeit werde die Statik überprüft, „hoffentlich kommen da keine bösen Überraschungen zutage“, so der Kirchenpfleger. Und weil auf dem Dachboden Fledermäuse leben, muss alles mit dunkler Folie abgedeckt werden, damit die Tiere nicht gestört werden.

    Zur Dachsanierung kommt auch noch die Renovierung der Sakristei einschließlich der Treppe zum 1618 erbauten Glockenturm, dessen Grundmauern aus dem 12. Jahrhundert stammen. 1688 wurde er renoviert und bekam einen achteckigen Aufsatz. Die Wände der Sakristei waren feucht, der Putz wurde inzwischen abgeschlagen und ein Spezialputz aufgetragen. „Das ist im Moment der Stand modernster Sanierung“, sagt Josef Trometer. Durch die neue Anordnung der Schränke soll dann auch etwas mehr Raum in der Sakristei geschaffen werden.

    Die Treppe zum Turm soll im Zuge der Sanierung sicherheitstechnisch nachgerüstet werden. Bis Ende September sollen dann alle Arbeiten abgeschlossen sein. Kosten wird die gesamte Sanierung rund 150000 Euro. Zuschüsse wird es wohl von der Diözese und dem Amt für Denkmalschutz, der Gemeinde sowie von Kreis und Bezirk geben, hofft Pfarrer Thomas Payappan. „Und für die verbleibenden rund 20000 bis 30000 Euro, die von der Kirchengemeinde aufgebracht werden müssen, muss ich wohl wieder betteln gehen“, weiß Kirchenpfleger Trometer aus Erfahrung.

    Einweihung der Orgel am Palmsonntag

    An Erfahrung mit Sanierungsarbeiten fehlt es Trometer nicht. 1992 stand zunächst die Innenrenovierung, 1998 dann die Außenrenovierung der Pfarrkirche St. Johannes Baptist an. Nach dem großen Schmutter-Hochwasser 2005 musste der Pfarrhof außen saniert werden, dann ging es an die große Renovierung des Pfarr- und Jugendzentrums, früher die Schule in Gessertshausen, wo die Heizung modernisiert wurde; und 2010 dann die große Sanierung des Daches und der Fassade des Pfarrzentrums.

    Im September letzten Jahres wurde mit der Renovierung der 1952 erbauten Taschenladenorgel aus der Orgelwerkstätte Steinmeyer in der Dietkirchener Kirche begonnen. Die Orgel wurde komplett zerlegt, die insgesamt 1300 Holz- und Metallpfeifen repariert, die Ledermembranen ausgetauscht und die Spieltische überholt.

    Der Gebläsemotor, der früher auf dem Dachboden stand, wurde erneuert und in einem separaten Schallschutzkasten auf der Empore untergebracht, und zuletzt alle Holzteile mit Wurmschutzmittel behandelt. „Jetzt geht es in die Endphase der Renovierung; nach dem kompletten Zusammenbau der Orgel muss der Orgelbauer das Instrument Nachintonieren und das Werk neu stimmen“, weiß Josef Trometer. Rund 60000 Euro kostet die Renovierung der Orgel, die durch Spenden und Erlöse aus Pfarrfest und Flohmarkt und einem Zuschuss der Gemeinde aufgebracht werden.

    Einweihung Am Palmsonntag, 1. April, findet um 9.30 Uhr der Festgottesdienst mit Orgeleinweihung statt. Anschließend lädt der Pfarrgemeinderat zum Fastenessen ein.

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