Von Katrin Fischer
Am frühen Samstagabend tänzelt Geisha Franziska Sauler voller Vorfreude um den Wagen des Jugendzentrums von Herbertshofen und Erlingen. Zusammen mit den Narren 40 anderer Wagen wartet sie in den Nordendorfer Straßen auf das Startkommando zum vierten Nachtumzug. Von Mal zu Mal hat die Kühlentalerin mehr Spaß. „Wir sind eine tolle Truppe und bisher ist dank unseres Organisators Marco Nussbauer nichts schief gelaufen!“ Auch dieses Mal spricht alles für einen erfolgreichen Umzug. Die Straßen sind bereits voll von Besuchern.
„Noch einmal nachsehen, ob am Wagen alles abgesichert ist, und dann kann es losgehen“, sagt Patrick Krumschmidt vom Nordendorfer Narrenhaufen. Dessen Wagen mit dem Thema „Balu und seine Crew“ wird gleich als Erster starten. Patrick freut sich schon auf den Nachtumzug, er sei ganz besonders schön.
Kaum geht es los, ruft schon ein kleiner Ritter: „Schau mal da oben sitzt einer!“ Daniel Gassner aus Gablingen zeigt auf Balu. Dass der Umzug toll wird, weiß er jetzt schon. Er nimmt den letzten Bissen von seiner Wurstsemmel und hält seine Süßigkeitentüte bereit. Vom nächsten Wagen winkt das Prinzenpaar der Freiwilligen Feuerwehr Nordendorf. Michael V. und Meltem I. werden dieses Jahr tatsächlich getraut und auf dem Nachtumzug den feiernden Narren vorgestellt.
Faschings-Nachtumzug in Nordendorf Passend zum Jubelschrei „Schmutter Helau!“ thematisiert die Dorfjugend Druisheim mit ihrem Wagen das Projekt Schmuttergrün: „In Mertingen wird Naherholung groß geschrieb´n, drum hat man sich für´s Projekt Schmuttergrün entschieden. Beim Zott draus hams da Baggersee umbaut, sodass glei da ganze Landkreis schaut.“ Die Druisheimer finden, dass auch solche Themen auf einen Faschingsumzug gehören.
Der Gaudiwurm nähert sich dem Sportplatz. Dort war am Samstag zwar der Umzug zu Ende, doch wer noch gute Laune übrig hatte, konnte im Zelt weiterfeiern.