Von Simone Kuchenbaur
Bürgermeister Michael Müller informierte bei der Bürgerversammlung im Schützenheim über den aktuellen Stand der derzeit 1391 Einwohner zählenden Holzwinkelgemeinde Emersacker. Ursache für die hohe Pro-Kopf-Verschuldung (2012: 1210 Euro, Vorjahr: 457 Euro) seien die Baukosten für die Sanierung des Saalgebäudes in der Ortsmitte. Die Gemeinde musste hierfür ein Darlehen von über eine Million Euro aufnehmen.
Auch die Umlage für den Schulverband Emersacker erhöhte sich auf 3285 Euro pro Schüler. „Das liegt an der Umlegung der erforderlichen Investitionen für die Sanierungsmaßnahmen an der Schule, die in diesem Jahr anfallen“, erklärte der Bürgermeister. Müller betonte, dass in den Kinderbetreuungseinrichtungen pädagogisches Fachpersonal bei einem für die Kinder günstigen Personalschlüssel arbeite. „Dieser Qualitätsstandard fordert die Gemeinde sehr stark“, erklärte Müller. Er rechne in diesem Jahr mit einem Defizit von rund 170000 Euro.
Derzeit kann die Gemeinde keine eigenen Bauplätze mehr anbieten. „Gespräche zur Ausweisung eines neuen Baugebietes laufen und ich bin mir sicher, dass wir dieses Jahr nach Zustimmung des Gemeinderates noch das Baugebiet vorstellen können“, informierte der Bürgermeister. Er hofft, dass der Quadratmeterpreis für einen erschlossenen Bauplatz 100 Euro nicht überschreiten wird, um jungen Bürgern den Kauf eines Bauplatzes zu ermöglichen. Die Gemeinde biete dabei einen Kinderzuschuss von 1500 Euro. Interessenten können sich bereits vormerken lassen.
Für Probleme sorgen immer wieder die Hinterlassenschaften von Hunden. Der Bürgermeister bat, die insgesamt zehn Hundetoiletten an den Ortsrändern zu nutzen. Außerdem gäbe es wieder vermehrt Beschwerden über freilaufende Hunde. Uneinsichtigen Hundehaltern wurde bereits ein Bußgeld angedroht. Müller bat, Hunde bei Spaziergängen anzuleinen, wenn Bürger entgegenkämen.