Gersthofen Die Auseinandersetzung zwischen dem früheren Bürgermeister Gersthofens, Siegfried Deffner, und seinem Amtsnachfolger Jürgen Schantin, die sich an den Plänen zum Einkaufszentrum Forum an der Bahnhofstraße entzündete, nimmt immer persönlichere Züge an. Jetzt griff Deffner in der öffentlichen Sitzung des Planungsausschusses Gabi Schantin an: Die Frau des Bürgermeisters „hat bei der Vorstandssitzung der Frauen-Union gesagt, mein Engagement in der Bürgerinitiative ,Werte erhalten, Neues gestalten‘ sei nur begründet, weil ich keinen Beratervertrag von der Stadt Gersthofen bekommen habe“, so Deffner.
Ein Entschuldigungsanruf reicht Deffner nicht
„Als Beweisführung brachte sie an, dass ich in der Podiumsdiskussion zur Strasser-Villa und dem Einzelhandelszentrum Forum im Gasthof Strasser gesagt habe, ich bin nicht der Rechtsberater der Stadt, die Stadt kann sich mich heute nicht mehr leisten.“ Dies sei infam und schädige seinen Ruf. Das könne sie nicht ohne Wissen des Bürgermeisters geäußert haben. Er betonte: „Ich versichere an Eides statt, dass ich mich niemals um einen Beratervertrag beworben habe.“
Gabi Schantin solle ihn bei Gericht wegen dieser Äußerung verklagen. „Dann werde ich Zeugen nennen können, die bestätigen, dass Frau Schantin dies gesagt hat.“ Ein Entschuldigungsanruf genüge ihm nicht, so Deffner. Bürgermeister Jürgen Schantin entgegnete: „Sie erwarten jetzt wohl nicht, dass ich dies kommentiere.“
Gabi Schantin erklärte auf Anfrage unserer Zeitung: „Ich sage zu diesem Zeitpunkt nichts. Ich bin sprachlos.“ (lig)