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Dinkelscherben: Paintball: Alles nur bunte Kugeln?

Dinkelscherben

Paintball: Alles nur bunte Kugeln?

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    Von den Farbkugeln gezeichnet sind die aufblasbaren Hindernisse in der Paintballhalle in Dinkelscherben.
    Von den Farbkugeln gezeichnet sind die aufblasbaren Hindernisse in der Paintballhalle in Dinkelscherben.

    Von Michael Kalb

     Von außen sieht die große Halle eher aus wie ein harmloser, weißer Zweckbau. Doch wer am Wochenende das Innere der ehemaligen Sporthalle betritt, den erwartet alles andere als Tristesse. Seit Juni 2008 befindet sich in der Brunnstätter Straße in Dinkelscherben das „Paintball Eldorado“.

    Wo früher noch Tennis gespielt oder an Fitnessgeräten trainiert wurde, fliegen heute Hunderte bunte Farbkugeln (Paintballs) durch die Luft. Und so stehen auch keine schweren Geräte mehr inmitten der großen Halle, sondern große blaue, aufblasbare Hindernisse, die mittlerweile von den Paintballs schon bunt gefärbt sind. Und bunt ist auch schon der ganze Eingangsbereich, in dem sich zahlreiche Pokale von verschiedenen Wettkämpfen reihen und die Schalen der kleinen Farbkugeln überall verstreut liegen.

    Am Empfang steht Michael Hofbauer aus Königsbrunn, der die Paintball-Halle in Dinkelscherben betreibt und seit der Eröffnung vor knapp fünf Jahren immer noch allerhand zu tun hat. Denn jedes Wochenende kommen zahlreiche Gäste aus einem Umkreis von rund 200 Kilometern, um in der Halle zu spielen. „Anfangs trainierten hier hauptsächlich Turnierspieler aus dem Augsburger und Münchner Raum, aber auch aus Kempten und Nördlingen“, so Hofbauer. Denn wie auch beim Fußball gibt es beim Paintball ebenfalls eigene Ligen, in denen Turniere ausgetragen werden. Sogar Spieler aus der ersten Liga seien in Dinkelscherben hin und wieder zu Gast. Doch neben den Profis kämen mittlerweile auch immer mehr Freizeitspieler nach Dinkelscherben. „Wir haben Geburtstage, Junggesellenabschiede sowie Firmen- und Vereinsausflüge bei uns“, so Hofbauer. Von 18 bis 68 Jahren habe er bereits alle Altersgruppen in der Halle gehabt. Sogar die Mannschaft des FC Augsburg war schon einmal zu Besuch, um sich beim Paintball auszutoben. „Als die Spieler damals vorbeikamen, war höchste Geheimhaltung angesagt. Trotzdem standen eine halbe Stunde später etwa 30 Fans vor der Türe“, so Hofbauer.

    Seit einiger Zeit hat die Halle allerdings nur noch am Wochenende und auf Reservierung hin geöffnet. Der Grund dafür sei, dass sowieso nur ganze Gruppen oder Teams zum Spielen und keine Einzelpersonen in die Halle kommen würden. Denn als Hobby geht Paintball schnell ins Geld. Drei Stunden Spielen mit kompletter Ausrüstung kostet 50 Euro, denn der Kauf von Markierer, Schutzkleidung und Farbkugeln lohne sich für die meisten Gelegenheitsspieler nicht wirklich.

    Meistens dauert ein solches Spiel auch nicht länger als eine halbe Minute. Was macht also den besonderen Reiz dieser Sportart aus? Tobias Rüdebusch ist 28 Jahre alt und spielt seit einigen Jahren, gemeinsam mit Betreiber Hofbauer, im Augsburger Paintballteam Augsburg Conflict. „Das Erste, was beim Paintball sehr viel Spaß macht, ist das Wir-Gefühl“, so Rüdebusch. Denn wenn man durch das Sicherheitsnetz trete, welches die fliegenden Paintball-Kugeln vom Außenbereich abschirmt, dann sei man niemals auf sich alleine gestellt. „Das Spiel funktioniert nur im Team. Jeder passt auf den anderen auf, damit der Partner nicht getroffen wird."

    Im Internet unter: www.paintball-eldorado.de

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