Ortspfarrer Franz Walden, Kirchenverwaltung, Pfarrgemeinderat, Ministranten, Bürgermeister Franz Schlögel und die Fahnenabordnungen der Vereine hatten sich vor dem Rathaus versammelt, um den Weihbischof willkommen zu heißen und gemeinsam in die Pfarrkirche zu ziehen. Zahlreiche Gläubige und Gäste, unter ihnen auch die stellvertretende Landrätin Anni Fries, viele Mitglieder der Pfarreiengemeinschaft sowie an der Renovierung beteiligte Planer, Firmen und Handwerker konnte Pfarrer Franz Walden zum Pontifikalamt begrüßen. Für die feierliche musikalische Gestaltung sorgten der Projektchor "Da Capo" unter der Leitung von Elisabeth Havelka und Hans Eß an der Kirchenorgel.
Zu Beginn der Feier stand die Segnung des Ambo auf dem Programm. Anschließend wurde das Lektionarbuch übergeben und die erste Lesung am neuen Ambo, dem "Tisch des Wortes", durchgeführt. Als "Quelle der Eintracht, Liebe und Einheit" bezeichnete der Bischof in seiner Predigt den Altar. Und als "Tisch des Sakramentes", dadurch werde die Kirche zu einer Begegnung zwischen Gott und den Menschen. "Wenn das, was wir am Altar feiern, auch Auswirkungen auf draußen hat, sind wir echte Christen", so der Bischof.
In einem eindrucksvollen Ritus wurde nun der neue, frei stehende Altar gesegnet. Den Beginn bildete die Allerheiligenlitanei, anschließend besprengte Bischof Grünwald den Altar mit Weihwasser und entzündete fünf kleine Weihrauchfeuer. Nach dem Verbrennen wurde der Altar gereinigt, geschmückt und für das erste Messopfer hergerichtet. Als Konzelebranten feierten mit der Pfarrei Pater Horst Gasparik, Geistlicher Rat Ludwig Hiehler, Stadtpfarrer Edward Wastag und Stadtkaplan Gregory Herzel.
18-monatige Renovierung
In neuem Glanz präsentiert sich nun die Pfarrkirche St. Laurentius, ein barockes Bauwerk aus dem Beginn des 18. Jahrhunderts. So wurden die Dachkonstruktion stabilisiert, Risse geschlossen und Wände und Decke neu getüncht. Weiter erfolgte die Sanierung des Pflasterbodens, der Kirchenbänke, der Beleuchtung und die Installation einer neuen energiesparenden, PCB-freien Bankheizung sowie die Schaffung eines zeitgemäßen Beichtstuhls.
Der gotische Taufstein aus dem 15. Jahrhundert, der im Chorraum platziert war, wird derzeit noch aufwendig restauriert und findet seinen Platz künftig im Eingangsbereich der Kirche. Felix Landgraf, der federführend die fachliche Begleitung der Renovierung seitens des Diözesanbauamtes inne hatte, gab am Ende des Gottesdienstes Ausführungen über die Gestaltung des Altarraumes und des neuen, liturgischen Ensembles, das sich ganz unaufdringlich darin einfügt. Der schlichte Altartisch, dessen steinerne Mensaplatte auf massiven Holzfüßen ruht, sollte bewusst die Sicht auf die darunterliegenden Priestergräber nicht versperren.
Kirchenpfleger Anton Keßler, der mit großem Engagement die Renovierungsarbeiten koordiniert hatte, zeigte sich mit dem Gesamtergebnis sehr zufrieden. Sein Dank galt dem bischöflichen Ordinariat und allen Spendern und Gönnern für die großzügige Unterstützung sowie den Künstlern, Handwerkern und Firmen für die gute Zusammenarbeit. Anerkennung und Respekt zollte Pfarrer Franz Walden der Arbeit von Kirchenpfleger Keßler: "Ihnen ist zu verdanken, dass wir heute zusammen feiern können." Im Anschluss an den Festgottesdienst war die Festgemeinde zu einem Stehempfang in die vom Pfarrgemeinderat geschmückte Turnhalle eingeladen. In den kommenden Wochen die Wiedereinweihung mit verschiedenen konzertalen Veranstaltungen gefeiert unter dem Motto "Wir füllen Gottes Haus mit seinem Segen". (moma/selt)