Hirblinger Bauwagenteam musste sich beim Klauen des Frühlingssymbols ganz schön anstrengen. Immerhin ist der Baum 29 Meter lang.

Da staunte am Samstagmorgen die Frau des Gersthofer Bauhofhausmeisters nicht schlecht: Der 29 Meter große neue Maibaum, der im Hof gelagert war war verschwunden. „Wir hatten schnell die Vermutung, dass die Diebe aus Hirblingen oder Gablingen oder dieser Richtung sein mussten“, sagt Florian Pfundmeier von den Gersthofer Naturfreunden.
Diese konnten wegen des Klaus nicht wie geplant mit dem Schmücken des Frühlingssymbols anfangen. Bürgermeister Jürgen Schantin fand in seinem Briefkasten einen Zettel vor, in dem für die Rückgabe des Baums 30 Kästen Schwedenpils und 30 Brotzeiten als Auslöse gefordert wurden. Circa 30 Mitglieder des Hirblinger Bauwagens waren in der Nacht zum Samstag angerückt, erklärt Andreas Schuster. „Das war eine harte Arbeit, denn um den Baum freizubekommen, haben wir zunächst einen Lastwagen auf Schwerlastrollen aufgebockt und weggerollt.“ Auch ein Kran, der den Baum mit seinem Gewicht absicherte, musste auf die Seite geräumt werden.
„Und der Baum selbst ist sehr groß. Es war nicht leicht, sein Gewicht von etwa zwei Tonnen zu transportieren“, sagt Schuster. Dafür hatten sich die Hirblinger Burschen einen Landholzwagen aus Täfertingen organisiert. Bis um halb fünf Uhr waren sie dann wieder zurück in Täfertingen.
Andreas Schuster vermutet, dass sein Team nicht das einzige war, das es auf den Maibaum abgesehen hatte. Schon am Samstagabend gaben die Hirblinger den Baum wieder zurück.
Die Naturfreunde waren nun auf der Hut und organisierten eine Nachtwache bis zum Sonntagmorgen. Mit Fug und Recht: „Denn um 3.15 Uhr bekamen wir Besuch.“ Die ertappten Diebe seien allerdings angesichts der Nachtwache unverrichteter Dinge wieder abgezogen. (lig)
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