Gersthofen Die lärmgeplagten Anwohner an der Bahnhof- und Bauernstraße in Gersthofen dürfen auf Entlastung hoffen. Diese nährte Bürgermeister Jürgen Schantin bei der Bürgerversammlung am Dienstagabend im Rathaus. Der Grund: Die Regierung habe zugestimmt, die Bedarfsumleitung aus Richtung Westen anders auszuschildern.
Bei einem Unfall auf der Autobahn in Fahrtrichtung München soll der Verkehr künftig bereits in Neusäß ausgeleitet und über die Nürnberger Straße/Güterverkehrszentrum und das Augsburger Stadtgebiet geführt werden.
Bei einem Unfall in der Gegenrichtung, etwa zwischen Augsburg-Ost und -West, wird es zumindest vorerst bei der Umleitungsstrecke durch Gersthofen bleiben. Schantin kündigte an, dass die Stadt auch hier den Kampf nicht aufgeben werde. Gedacht ist eine Umleitung über Mühlhausen, Rehling, St. Stephan auf die Bundesstraße 2. Das Problem: Die so betroffenen Gemeinden im Landkreis Aichach-Friedberg müssten grünes Licht geben. Der sechsspurige Ausbau der Autobahn habe zu einer spürbaren Verbesserung innerhalb Gersthofens geführt, erklärte der Rathauschef weiter. Dies werde man jetzt durch eine aktuelle Verkehrszählung untersuchen, wobei auch die Autokennzeichen erfasst werden.
Nicht so gut schaut es dagegen für die Bewohner der Stiftersiedlung aus, die über den Lärm der vierspurigen Bundesstraße 2 klagen. Während bei Gersthofen noch Tempo 80 gilt, dürfen die Autos und Lastwagen mit 120 Stundenkilometern an der Stiftersiedlung vorbeibrausen. Schantin möchte eine probeweise Geschwindigkeitsreduzierung auf 100 oder 80. „Da werden wir vom Staatlichen Bauamt immer wieder vertröstet“, ärgert er sich. Hoffnung, dass die bereits vorhandenen Lärmschutzwände erhöht werden, könne er aber nicht machen. Schantin baut vielmehr auf eine Zusammenkunft mit dem Landrat.
Dem Thema Verkehr galt eine Bürgeranfrage. Beklagt wurde die relativ hohe Lärmbelastung durch die A8, vor allem durch die Lärmschutzlücke an der Brücke der B17. Zu Verbesserungen könnte es allenfalls kommen, wenn neue Verkehrszählungen eine höhere Belastung als ursprünglich prognostiziert ergeben und aus dem Zehn-Millionen-Lärmschutzprogramm des Freistaates etwas für Gersthofen abfällt, erwiderte Schantin.
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