Westendorf Dass traditionelle Veranstaltungen nicht langweilig sein müssen, bewies der Pfarrfasching in Westendorf. Zum 27. Mal traten verschiedene Gruppen aus der Pfarrei auf und die Musikkapelle Westendorf sorgte für schwungvolle Unterhaltungsmusik.
Nach einer kurzen, launigen Begrüßung durch Pfarrgemeinderatsvorsitzende Marion Pröll eröffnete der Kirchenchor den Reigen der Darbietungen. Unter dem Motto „Dahoam ist dahoam“ präsentierten die Sänger diverse Schlager. So ging’s zum Beispiel mit dem Song „Pack die Badehose ein“ zum Kühlenthaler Weiher.
Tanzbegeisterte Mädchen aus Westendorf und Kühlenthal bilden die Gruppe „Dancing Cheekaz“. Sie begeisterte die Zuschauer mit ihren Tanzkünsten, die Sabrina Schwarzbart mit den Kindern einstudiert hatte. Bei einer ihrer Zugaben erhielten die jungen Damen Unterstützung von Pfarrer Andreas Jall, Monsignore Karl Kraus und Pfarrer Ralf Putz.
Die Ministranten der Pfarrei hatten das Jahr über lustige sowie wichtige Ereignisse aus dem Dorf gesammelt und sie zu einem Sketch mit dem Namen „Jalli Baba und die 40 Minis“ verarbeitet. Pfarrer Andreas Jall spielte selbst den Räuberanführer Jalli Baba. Der Geistliche zeigte viel Humor und lachte auch kräftig über sich selbst. Weder die kirchlichen noch politischen Gremien verschonten die Minis und nahmen sie zum größten Vergnügen der Zuschauer auf die Schippe.
Einen lustigen Beitrag hatte sich die Gymnastikgruppe Ostendorf einfallen lassen. Als etwas in die Jahre gekommene Ballettgrazien brachten sie die Zuschauer ganz ohne Text zum Lachen.
Stehende Ovationen erhielt nach ihrem Beitrag Genoveva Spann alias „D’ Vev“. Mit ihren beinahe 80 Jahren schaffte es die rüstige Westendorferin gemeinsam mit Moderator Martin Schmidt, die Zuschauer bestens zu unterhalten. Nach den vielen Witzen, hatten viele Zuschauer Tränen in den Augen.
Marion Pröll zeigte mit den Pfarreifrauen die Unterschiede in der Körperpflege der beiden Geschlechter auf. Zuerst amüsierten sich die Männer köstlich über die Darstellung der Prozedur beim Duschen der Frauen, die unterschiedlichste Shampoos, Lotionen und Cremes benutzen. Doch dann kamen die Damen voll auf ihre Kosten, als die Pfarreimädels die Vorgänge beim Duschen der Männer darstellten.
Tolle Effekte durch gelungene Choreografie
Der Frauenbund begeisterte das Publikum mit dem Stumpfhosentanz. Dabei treten die Akteurinnen als siamesische Zwillinge in weißen und schwarzen Strumpfhosen auf. Durch eine gelungene Choreografie ergeben sich tolle Effekte.
In eine ungewohnte Rolle schlüpften die Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Ostendorf. Sie stellten zwei Pfarrhaushälterinnen dar, die sich über ihre Geistlichen unterhielten. Zwei wackere Feuerwehrmänner mimten die Geistlichen, die während des Sketches andächtig beteten.
Der Faschingsclub Kühlenthal-Westendorf hatte die Baustelle in der Westendorfer Riedstraße zum Thema gemacht. Er schlug vor, sie zu einer Wellness-Oase umzufunktionieren. Und damit sich das die Politprominenz besser vorstellen kann, durften die Bürgermeister gleich warme und kalte Fußbäder ausprobieren. Käftigen Applaus gab es für Peter Domagalski für die Tontechnik und Martin Schmidt für die lustige Moderation. (ols)