Der „Schutzpatron“ ist der sechste Krimi des Erfolgsduos Volker Klüpfel und Michael Kobr. Wieder ermittelt der kauzige Kommissar Kluftinger im Allgäu. Es gibt eine Leiche und einen Schatz. Aber das nur nebenbei.
Seit zehn Jahren schreiben und touren Kobr und Klüpfel, die Liveshows sind genauso begehrt wie die Bücher. Dabei hat das Eine mit dem Anderen nur am Rande zu tun. Bei der Zugabe am Ende der Show tragen die Beiden sogar ein Klufti-freies Werk vor, großartig.
Sein besonderes Talent beweist das Duo beim Vorlesen des Krimis, beim Wechsel zwischen den einzelnen Personen, und verschiedenen Dialekten. Klar, das sind zwei Allgäuer, die tun sich leicht mit der Darstellung Kluftingers, aber da ist auch der ungeliebte Kollege aus Baden-Württemberg, der dem Kommissar eine Nacht raubt, und ein Beamter aus Österreich, der leichte Messie-Anzeichen hat. Wie Kluftinger missmutig einen Stapel Kleider von einem Sessel verräumt, auf dem er schlafen will, und schließlich erkennen muss, dass es gar keinen Sessel unter dem Berg Klamotten gibt, herrlich. Das Duo am kargen schwarz gedeckten Tisch, wechselt ruckzuck zwischen Tonlage und Dialekt, dazwischen wird gesungen und gejodelt. Man muss nicht einen einzigen Klufti gelesen haben, um dabei seinen Spaß zu haben.
Schließlich können die Autoren sogar selbst über ihre Gags lachen.
Zehn vor zehn endet der Auftritt mit einem „Isch scho guad“, aus dem Buch, ein Zitat des Kommissars, doch das Publikum hat noch nicht genug. Wie die Zugabe der Show noch die Krone aufsetze, lesen Sie in der Donnerstagsausgabe des Landboten.