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Prozess in Augsburg: Zwei Alkotests mit unterschiedlichen Ergebnissen

Prozess in Augsburg

Zwei Alkotests mit unterschiedlichen Ergebnissen

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    Was passiert, wenn zwei Alkoholtests unterschiedliche Werte ergeben? Bei einem 55-Jährigen wurde der Mittelwert gebildet und er muss eine Strafe bezahlen. (Symbolfoto)
    Was passiert, wenn zwei Alkoholtests unterschiedliche Werte ergeben? Bei einem 55-Jährigen wurde der Mittelwert gebildet und er muss eine Strafe bezahlen. (Symbolfoto) Foto: Uli Deck, dpa

    Beim Essen zwei, drei Gläschen Wein genossen, am Feierabend schnell zwei Pils gezischt. Man fühlt sich völlig fit. Auch, um Auto zu fahren. Doch schon geringer Alkoholgenuss kann teuer werden, wenn man sich ans Steuer setzt. Die Grenze liegt bei 0,5 Promille. Die Folgen, wenn man erwischt wird: 500 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und einen Monat Fahrverbot – mit kräftig steigender Tendenz, wenn man öfter auffällt.

    Polizei ermittelt Mittelwert

    Ein Banker, 55, musste jetzt in den sauren Apfel beißen. Das Kuriose an dem Fall: Beim Atemtest auf dem Polizeirevier gab es zwei Werte: einmal 0,49 Promille und einmal 0,52 Promille. Die Polizei legte einen Mittelwert von 0,5 Promille fest – sozusagen eine Punktlandung für den 55-Jährigen. Eine Amtsrichterin bestätigte den Wert – und damit die Strafe. Rechtsanwalt Ernst Lauffer, der den Banker vor Gericht vertrat, hält die Entscheidung dagegen für falsch und hat das Urteil per Rechtsbeschwerde vor dem Oberlandesgericht angegriffen.

    Argument: Die Polizisten hätten bei zwei unterschiedlichen Werten einen dritten Test anordnen müssen, um die ungleichen Ergebnisse zu verifizieren. „Weil dies nicht geschah und ein Wert unter 0,5 Promille lag, hätte mein Mandant freigesprochen werden müssen“, weist der Anwalt auf den Grundsatz „in dubio pro reo“ – im Zweifel für den Angeklagten – hin.

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