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16. August 2011 00:04 Uhr

An verruchten Orten

Auf den Spuren des Krimi-Autors Garski Von Christian Ries

Arno Loeb alias Peter Garski an einem seiner Krimi-Schauplätze.
Foto: Foto: Kaya

Peter Garski ist Krimi-Autor. Er schreibt Krimis, die im „a-crime“-Verlag erscheinen und in Augsburg spielen. Bereits acht Bücher dieser Reihe sind erschienen. Sie tragen Titel wie „Das Fuggerei-Phantom“ (2005) oder „Panik in der Puppenkiste“ (2006). Garski ist eine Kunstfigur. Der Schriftsteller dahinter ist der 59-jährige Arno Loeb, der gerne auch Kapitel von Gastautoren zulässt. In seinem neuesten Werk „Afras Wunderbalsam“ (2011) ist der Chef der Hofapotheke, Tobias Müller, einer dieser Autoren, dem gleichzeitig einer der ermittelnden Kommissare, Markus Mahler, nachempfunden ist.

Für ihren neuesten Augsburg-Krimi also luden Loeb und Müller alias Garski und Mahler zur „Krimi-Kneipen-Tour“ ein: eine Literaturlesung, die an mehreren Orten stattfand, an denen der Krimi spielt.

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Los ging es im „Elements“ in der Domkurve. Wie im Buch servierte der Inhaber, Ronny Menzel, den rund 50 interessierten Gästen einen Cocktail, der dem Duft von Afras Wunderbalsam nachempfunden war – einem Balsam, der tatsächlich in der Hofapotheke St. Afra verkauft wird.

Apotheker und Autor lernen sich beim Kaffeetrinken kennen

So entstand auch die Idee zum Buch: Apotheker Müller lernte Loeb beim Kaffeetrinken in der Nähe seiner Apotheke kennen. „Irgendwann habe ich ihm von unserem düsteren Gewölbekeller erzählt und dass sich das gut als Vorlage für den achten Augsburg-Krimi eignen würde“, erzählt Müller.

Loeb war einverstanden. So entstand die Geschichte, in der es darum geht, dass „nach dem Fund einer mysteriösen Wundermedizin in einem uralten Alchimistenlabor im tiefen Keller der Hofapotheke St. Afra eine beliebte Heilpraktikerin unter dubiosen Umständen tot aufgefunden“ wird.

Die nächste Station der Krimi-Tour ist ein Versteck am Fischertor. Hier wird ersichtlich, dass Loeb nicht mit einem solchen Ansturm gerechnet hat. Die Lesung des Kapitels, das vom Fischertor und dem „über der Straßenbahn“ wohnenden Architekten handelt, findet aus Platzgründen kurzerhand im Freien statt. Viel Zeit zum Verweilen bleibt den Zuhörern nie, Garski und Mahler ermitteln eben schnell.

Fleischküchle am Fischertor

Nach einem Abstecher in die Paritätsstuben und das neu eröffnete Kulturcafé Neruda, das Loeb nebenbei seinem Publikum bekannt macht, geht es weiter in die Gay-&- Lesbian-Bar „Fegefeuer“, dem nächsten Ort des Geschehens. Es ist immer etwas geboten. Ob Fleischküchle am Fischertor oder ein Suchspiel, bei dem es diverse Gutscheine abzustauben gibt.

Gegen 23 Uhr findet sich die Gruppe schließlich im Cabaret Apollo ein, wo sich gerade eine junge Frau entkleidet, dann aber sichtlich überrascht schnell verschwindet angesichts der plötzlich zahlreichen Gäste. Es gibt Wodka Cranberry und die blauen Ledersessel erzeugen die gewollte Atmosphäre, als Mahler zwischen den Poledance-Stangen ein letztes Kapitel aus dem Augsburg-Krimi vorliest.

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