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Anwohner am Lochbach sind in Sorge

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Anwohner am Lochbach sind in Sorge

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    von marcus bürzle und Stefan Krog

    Seine Frau Brigitte, die das Kraftwerk in Haunstetten betreibt, und er waren verreist. Sie haben daher nach eigenen Angaben erst am Sonntagabend von den Überschwemmungen erfahren, die den Anwohnern seit Tagen Sorgen machen. Der Lochbach war am Freitag zum ersten Mal über die Ufer getreten. Dann ging der Wasserspiegel nach Angaben von Anwohnern zurück. Am Sonntagabend stieg er wieder, das Wasser überflutete Wiesen, Gärten und die Hütten von Kleingärtnern, berichtete eine Anwohnerin. Polizei und Feuerwehr rückten an.

    Am Montag versuchten Brigitte und Walter Settele aus der Ferne, die Ursachen abzuklären. "Es tut uns natürlich leid, wenn unser Kraftwerk die Ursache war", sagte die Betreiberin. Ohne die Lage vor Ort gesehen zu haben, nannte ihr Mann zwei denkbare Gründe: Entweder habe Laub den Rechen verstopft und das Wasser angestaut oder es sei plötzlich zu viel Wasser vom weiter oben liegenden Kraftwerk gekommen.

    In beiden Fällen hätte jedoch die Steuerung des Kraftwerks reagieren müssen. Sie war zuletzt modernisiert worden. "Wir haben eine neue Hydraulikanlage installieren lassen. Sie wird per Computer gesteuert und eigentlich hätte der Leerschuss automatisch aufgehen müssen", sagte Walter Settele. Dann wäre das Wasser nicht weiter angestaut worden, sondern an der Turbine vorbei durch den sogenannten Leerschuss abgeflossen.

    Damit der Lochbach nicht mehr über die Ufer tritt, ließen die Betreiber am Montag die Kraftwerksanlage überprüfen. "Wir werden die Anlage durch unseren Wasserwart auch noch genauer überwachen lassen", sagte Brigitte Settele. Ihr Mann widersprach Gerüchten, wonach das Wasser zu hoch angestaut werde, um mehr Strom zu erzeugen: "Wir stauen genauso wie früher und nicht höher als erlaubt auf."

    Allerdings wollen die Behörden das Kraftwerk nun wohl in Augenschein nehmen. Bei einer technischen Überprüfung 2006 funktionierte alles, als ein Störfall simuliert wurde. Geklärt werden müsse, ob bauliche Veränderungen vorgenommen worden seien, heißt es.

    Löste das Wasser einen Brand aus?

    Inwieweit Schadensersatzforderungen auf den Kraftwerksbetreiber zukommen könnten, ist noch unklar. Die Höhe der Schäden durch die Überflutungen ist noch unklar, wobei Wohngebäude nicht betroffen waren.

    Der Brand eines Gartenhauses in der Nacht auf Sonntag (wir berichteten) mit geschätzt 35 000 Euro Schaden könnte allerdings mit dem Hochwasser zu tun haben. Nach ersten Ermittlungen der Kripo wäre möglich, dass das Wasser einen Kurzschluss an einem Saunaofen verursachte.

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