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Kaminabbruch: Anwohner stellen Strafanzeige

Kaminabbruch

Anwohner stellen Strafanzeige

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    Diese Aufnahme zeigt den Beginn des Kaminabbruchs.
    Diese Aufnahme zeigt den Beginn des Kaminabbruchs. Foto: Foto: Stadt

    Der umstrittene Abriss des Hasenbräu-Kamins wird zum Fall für Juristen. Nachbarn des früheren Brauerei-Geländes gleich hinter der Maximilianstraße haben Strafanzeige wegen Sachbeschädigung und möglicher Gesundheitsgefährdung gestellt. Sie richtet sich gegen den Grundeigentümer, die Münchner Inselkammer-Gruppe, und gegen einen Abbruchunternehmer.

    Im Mittelpunkt des Streits steht die schwarze Staubwolke, die sich beim Abriss des Kamins im Viertel ausbreitete. „Wir wollen herausfinden, welcher Schaden tatsächlich entstanden ist“, begründet Stefan Greiffenberger die Strafanzeige. Der Familie gehört das denkmalgeschützte Kathanhaus mit historischen Fassadenmalereien in der Kapuzinergasse. Vor einigen Jahren wurde es mit großem Aufwand renoviert. „Nach unseren bisherigen Erfahrungen fühlen wir uns als Nachbarn, die nichts gegen den Abriss des Kamins an sich haben, von der Grundstückeigentümergesellschaft systematisch an der Nase herumgeführt“, sagt Greiffenberger.

    Eigentümer mehrerer Nachbarhäuser des alten Hasenbräu-Geländes haben inzwischen weitere Schritte eingeleitet. Gemeinsam beauftragten sie einen eigenen Gutachter, um Schäden an Fassaden abzuklären. Das bestätigte gestern Erika Voss von der gleichnamigen Malerfirma in der Kapuzinergasse. Zahlreiche Häuser im Viertel, aber auch abgestellte Autos, seien von den Staubablagerungen betroffen, beklagt sie.

    Die Stadt hat zwischenzeitlich einen Baustopp für den Abbruch des Kamins verhängt (wir berichteten). Bevor die Arbeiten weitergehen, soll geklärt werden, ob mit der schwarzen Staubwolke schädliche Stoffe frei geworden sind. Zu dieser Frage muss der Grundeigentümer ein Gutachten vorlegen. Darüber hinaus verlangt die Bauverwaltung ein Konzept, wie die weiteren Abbrucharbeiten ohne Beeinträchtigungen für die Nachbarschaft beendet werden sollen.

    „Dass es ein bisschen staubt, ist normal“

    Bei der Inselkammer-Gruppe in München sieht man dem eskalierenden Streit gelassen entgegen. „Die Strafanzeige macht mir null Angst“, sagt Geschäftsführer Martin Leibhard. Er bleibe dabei, dass der Abbruch ordnungsgemäß gelaufen sei.

    Leibhard zufolge gibt es bereits eine mündliche Mitteilung des Gutachters, den Inselkammer beauftragt hat. Danach habe es in der schwarzen Staubwolke, die vom Wind verfrachtet wurde, keine gesundheitsgefährdenden Stoffe gegeben. „Das Riesendrama in Augsburg ist für mich nicht nachvollziehbar“, sagt der Geschäftsführer. „Dass es bei einem Abbruch ein bisschen staubt, ist normal.“ Wenn jemand aber einen Schaden nachweisen könne, werde die Firma bezahlen.

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