Am Sonntag kamen 24.000 Fans gut von der Impuls Arena nach Hause. Sorge machen der Polizei die Falschparker. Noch drückt sie aber das Auge zu. Von Ines Lehmann Von Ines Lehmann

Von Ines Lehmann
Das neue Fußballstadion wurde am Sonntag von mehr als 24.000 Fans gestürmt - und gefeiert. "Feuertaufe bestanden", hieß es am späten Sonntagabend auch für die Stadtwerke und ihre Verkehrsbetriebe sowie für die Polizei. Nach dem Ende der Massenveranstaltung kamen die Menschen ohne größere Verzögerungen nach Hause.
Aufgegangen ist das Konzept der Stadtwerke. "Wir haben flexibel reagiert", sagt Sprecher Jürgen Dillmann, "und die Trams nicht nach Fahrplan, sondern nach Bedarf raus geschickt." 16 Straßenbahnen mit dem Fußball im Display waren ab nachmittags im Einsatz.
Zwischen 15.15 und 19 Uhr bewegten sie Tausende Fahrgäste, die zum größten Teil nach dem Feuerwerk wieder Richtung Innenstadt fuhren. Einige von ihnen machten sich schon kurz nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Georg Schalk auf den Weg - und verpassten damit das Highlight des Abends.
Punkt 21.33 Uhr gingen die Lichter in der Impuls-Arena aus, und zur Hymne des FCA tanzten rote, grüne und weiße Feuerbälle über dem Stadionrund, schossen Lichterfontänen in die Luft und gingen als Sternenregen nieder.
Eine Viertelstunde später verabschiedete Stadionsprecher Rolf Störmann von hitradio.rt1 die Zuschauer mit dem dreimaligen Schlachtruf: "Augsburg". 24.000 Fans antworteten begeistert.
Die 500 Meter lange Pufferzone zur neuen Haltestelle nutzten viele noch für ein letztes Bier, Fangesänge begleiteten den Zug. Gegen 22.30 Uhr kamen nur noch vereinzelt Menschen auf dem Bahnsteig der Impuls-Arena-Linie an.
Als "sehr entspannt" empfand auch Fahrdienst-Leiter Gerhard Albrecht die Situation "sowohl bei der Hin-, als auch auf der Rückfahrt." Durch den Charakter der Veranstaltung hätten sich die Fahrgastströme weitgehend entzerrt. Zur großen Bewährungsprobe komme es beim ersten großen Ligaspiel, "wenn die Fans geballt an- und abreisen".
Das ist am Sonntag, 16. August, der Fall, dann spielt der FCA gegen Rot-Weiß Oberhausen. Beim FCA hofft man darauf, dass beim ersten Heimspiel das Stadion mit seinen 30 600 Plätzen ausverkauft ist.
Nicht ganz so optimal lief es beim Abfluss der 2500 Pkw vom voll besetzten Stadionparkplatz. Kurz vor dem offiziellen Ende sei es zu Verzögerungen auf dem Parkplatz selbst gekommen, die aber nicht länger als insgesamt 45 Minuten gedauert hätten. "Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden", sagt Polizeisprecher Manfred Gottschalk.
Ein größeres Problem stellten die Wildparker da, die ihre Autos vor allem in den angrenzenden Wohngebieten in Göggingen und im Univiertel sowie auf den Wiesen und Feldwegen rund um die Bgm.-Ulrich-Straße abgestellt hatten.
Der Grund dafür: Das elektronische Parkleitsystem, das Autofahrer künftig bei vollem Stadionparkplatz zu den Ausweichmöglichkeiten bei Hiendl und Messe dirigieren soll, war noch nicht in Betrieb. Sandor Isépy vom städtischen Tiefbauamt dazu: "Die von uns beauftragte Firma hat Lieferschwierigkeiten, es fehlen noch Leitungen und Schilder."
Zweifel hegt Isépy, ob das Parkleitsystem bis zum ersten Ligaspiel funktioniert. "Im Moment ist alles noch sehr provisorisch, aber wir arbeiten mit Hochdruck weiter." Solange zusätzliche Parkplatze nicht zur Verfügung stehen, werde es den Wildparkern nicht an den Geldbeutel gehen, verspricht Polizeisprecher Gottschalk.
"Das ist aber nur eine gewisse Schonfrist. Wenn sich an der Impuls-Arena mal alles eingespielt hat, werden wir auch die Parkverstöße ahnden", kündigte Gottschalk gestern an.
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