Von Andrea Baumann
Manchmal sieht sich Pfarrer Max Ziegler als Omnibusfahrer: „Jeder darf mitfahren, keiner wird abgehängt.“ Jetzt wird sogar noch eine weitere Haltestelle angefahren: Durch den Weggang von Ziegler, der Militärseelsorger in Sigmaringen wird und sichvon seiner Gemeinde verabschiedete, vergrößert sich die bisherige Oberhauser Pfarreiengemeinschaft St. Peter und Paul/St. Joseph um St. Konrad im Bärenkeller. Konrad-Chef Karl Mair setzt bei dieser Mammut-Aufgabe nicht nur auf sein Seelsorgeteam: „Die Laien müssen mithelfen, wir können nicht alles alleine machen.“
Dass die katholischen Gemeinden in Oberhausen und im Bärenkeller im Zuge der Pastoralen Raumplanung zusammengeführt werden, steht schon länger fest. Durch den überraschenden Weggang von Ziegler kommt die erste Stufe dieses Prozesses – St. Martin bleibt zunächst noch selbstständig – früher als geplant. Dekan Mair nimmt kurz vor dem Ruhestand eine Herausforderung an, bei dem manch Jüngerem bange würde. „Ich mache das nicht, weil ich mich für einen Supermenschen halte, sondern weil ich mich noch gesund und fit fühle“, sagte er. Zudem müsse man als Kirche auf Veränderungen wie die schwindende Zahl der Gläubigen reagieren. Froh ist Mair, dass Klinikumspfarrer Michael Saurler künftig das Team des Pfarreien-Trios tatkräftig unterstützt. Dadurch müssten bei der Gottesdienstordnung nur geringfügige Abstriche gemacht werden. Die beiden Pfarrbüros blieben erhalten und seien mittlerweile vernetzt.