Zwei Kaufinteressenten haben sich nach der AZ-Berichterstattung überden geplanten Verkauf des Alten Stadtbades bei Kämmerer Hermann Webergemeldet. Findet sich jedoch kein Käufer, droht die Schließung. Von Ute Krogull

Zwei Kaufinteressenten haben sich nach der AZ-Berichterstattung über den geplanten Verkauf des Alten Stadtbades bei Kämmerer Hermann Weber gemeldet.
Findet sich nicht rechtzeitig jemand, der den Jugendstilbau übernimmt, wird er nach der Sommerpause eventuell nicht mehr öffnen. Weber gestern auf Anfrage: "Ich weiß nicht, ob die Stadt es dann selber weiterführen wird. Das kommt darauf an, ob der Haushalt Spielraum dafür lässt."
Infrage kommen laut Weber als Betreiber ein Investor "mit viel Geld" oder eine Bäderkette. Bereits früher hatten private Investoren Interesse an Bädern gezeigt. Es kam nie zum Abschluss. Weber erklärt den Unterschied zu jetzt: "Die früheren Interessenten hatten Kon-zeptänderungen vor. Das ist beim Stadtbad nicht möglich."
Dessen Zukunft liege in Wellness und Erlebnis. Das kleine Becken wird aber auch von Schulen und Vereinen genutzt. Laut Weber sind es allerdings weniger als in anderen städtischen Bädern.
Die Betreiberin des Café- und Wellnessbereichs, Anna Gaßner, kämpft derweil mit anderen Problemen. "Bei uns ist Telefonterror, weil Leute Gutscheine einlösen wollen. Sie sagen, sie wissen nicht, ob wir morgen noch offen haben. Und wir wissen nicht, was wir antworten sollen." Gaßner führt seit 15 Jahren das Café, seit fünf Jahren die Wellnessoase. Sie ist nun sauer auf die Stadt wegen fehlender Information - und weist darauf hin, dass ihr Pachtvertrag bis Ende 2010 laufe. 15 Arbeitsplätze hängen davon ab.
Im September, als die Sauna noch nicht fertig war, habe sie 10.000 Euro in Infrarot-Wärmebänke investiert. "Da hat keiner gesagt, dass sich das nicht lohnt." Ute Krogull
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